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Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftspolitik (2.1902)

Multivolume work

Identifikator:
1847028748
Document type:
Multivolume work
Author:
Conrad, Johannes http://d-nb.info/gnd/118521853
Title:
Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1896-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1886437130
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-233012
Document type:
Volume
Author:
Hesse, Albert http://d-nb.info/gnd/13348551X
Title:
Volkswirtschaftspolitik
Volume count:
2.1902
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1902
Scope:
XVI, 544 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

& 
{ 
Statistik. 
Zeitpacht. 
VUebernahme ablehnen, sobald ihr die Vornahme nicht geeignet er- 
scheint, 
Wenn auch nicht zu verkennen ist, dass durch die Rentenguts- 
gesetzgebung nichts bedeutsames Neues geschaffen ist, so muss sie 
doch als ein wichtiger Schritt vorwärts in richtiger Entwicklung ange- 
sehen werden. Hätte auch durch allgemeine Gründung von häuerlichen 
Realkreditanstalten die Unkündbarkeit der eingetragenen Kaufgelder 
und die Rentenzahlung ebenso erreicht werden können, so hatte man 
eben diese versäumt und kam mit dem Gesetz dem dringenden Be- 
Jürfnis der Grossgrundbesitzer entgegen, sich ihres überschuldeten und 
zum Teil bereits unhaltbaren Eigentums zu annehmbaren Preisen zu 
entledigen. Auf der anderen Seite wurde die Erweiterung eines wohl- 
arrondierten Bauernstandes dadurch erleichtert, wodurch der Auswan- 
derung leistungsfähiger Elemente entgegengewirkt ist und der landwirt- 
schaftliche Betrieb in Form der Kleinwirtschaft vom überwiegenden 
unrentabeln Getreidebau mehr der Viehzucht zugeführt, überhaupt die 
Verteilung der Grössenverhältnisse zeitgemäss umgestaltet wird. Die Zeit, 
während welcher das Gesetz in Wirksamkeit ist, muss natürlich als zu 
kurz bezeichnet werden, um darüber ein abschliessendes Urteil, nament- 
lich über die praktische Handhabung desselben durch die General- 
kommissionen, abzugeben. Es hat an Missgriffen naturgemäss nicht 
gefehlt. Im ganzen sind aber die Ergebnisse doch sicher als erfrenliche 
anzusehen, Die Form der Rentengüter ist unzweifelhaft von hervor- 
ragender Bedeutung zur Durchführung einer Kolonisation und Sicherung 
3ines wohlarrondierten Bauernstandes. Von 1892—99 sind von den 
Generalkommissionen 9078 Rentengüter mit 101,331 ha neugeschaffen, 
Jazu kommen 3616 von der Ansiedlungskommission gebildete Grund- 
stücke, die 61,469 ha und incl.‘ des Gemeindelandes 80,000 ha um- 
:assen. Das sind zusammen 12,700 Rentengüter mit 180,000 ha Land, 
lie durch Vermittelung des Staates gegründet sind. Hiervon fällt bei 
weitem der grösste Teil auf die östlichen Provinzen und ist auf Kosten 
des Grossgrundbesitzes errichtet; ein Teil beruht allerdings auch auf 
Zukauf behufs Arrondierung, ein anderer fällt, wie erwähnt, auf Kul- 
ävierung von Oedeland in Moorgegenden. Neben dieser staatlichen 
Wirksamkeit geht noch die Thätigkeit kapitalistischer Gesellschaften, 
zowie kleinerer Güterschlächter, welche Güter zur Parzellierung ankaufen:. 
Namentlich den letztern entgegenzutreten, ist die Hauptaufgabe der 
staatlichen Organisationen. 
Die vertragsmässige Ueberlassung von Grundstücken zur land- 
wirtschaftlichen Nutzung auf eine bestimmte kürzere oder längere Reihe 
von Jahren ist bei Bauerngütern schon im Mittelalter ziemlich ver- 
breitet gewesen. Für grössere Güter tritt sie erst Ende des 16., haupt- 
sächlich Ende des 17. Jahrhunderts auf und ist dann im 18. beson- 
ders bei den Domänen ganz allgemein acceptiert, 
Die Wirkung der Zeitpacht ist eine sehr verschiedene, je nach 
der Grösse des Grundstückes und der Dauer der Pachtfrist. Bei 
grösseren Gütern, wo sowohl Vermögen wie Bildung von dem Wirt- 
schaftenden verlangt wird, bildet sich bei allgemeinerem Usus der Verpach- 
tung allmählich ein Pächterstand aus, der auch höheren Anforderungen 
gewachsen ist und der im eigenen Interesse der Besitzer möglichst 
lange auf dem ‚Grundstücke festgehalten wird. Obgleich in England
	        

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Das Baugewerbe in Der Volks-, Berufs- Und Betriebszählung von 1925. Deutscher Baugewerksbund (N. Bernhard), 1930.
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