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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

547) Die Entstehung der Theorie der einheitlichen Währung 1800 -1875. 89 
silberne Münze zur Scheidemünze gemacht, aber die alten Thaler nicht ganz aus dem 
Verkehr gezogen und neben dem Goldgeld bis jetzt als gesetzliches Zahlmittel belassen hat. 
Der Übergang Deutschlands und Skandinaviens zur Goldwährung (1871 -78), 
die Sistierung der freien Silberprägung in den Vereinigten Staaten (1878), den 
Staaten des lateinischen Münzbundes (1877 —- 78), in Holland (1878), in Osterreich— 
Ungarn (1879), in Indien (1893) waren der praktische Ausdruck der zur Herrschaft 
gelangten theoretischen Vorstellungen über die Vorzüge der reinen Goldwährung. 
Zugleich zeigten die Papierwährungsländer Italien, Osterreich und Rußland die Absicht, 
zur Goldwährung überzugehen. Die beiden letzten haben das Ziel erreicht. Rumänien 
folgte 1890, Japan 1897, die Vereinigten Staaten 1900, Indien, Peru und die Schweiz 
planen dasselbe. Sanguiniker hatten mit der Steigerung der Goldproduktion von 
1850 an (von jährlich 23697 Kilogramm 1801 -50 auf 180- 200 000 1830 - 80), 
den baldigen Sieg der Goldwährung auf der ganzen Welt erhofft; jedenfalls hatte diese 
enorme Produktion die Ausdehnung der Goldecirkulation allein ermöglicht, die im übrigen 
aus dem Bedürfnis eines leicht transportablen Zahlungsmittels für den großen Verkehr 
hervorgegangen war. Als reine Silberländer blieben zunächst nur die afiatischen, Indien, 
China und die amerikanischen, Mexiko, Ecuador, Bolivia u. s. w. übrig. 
Während nun aber die vermehrte Goldproduktion bis 1872 die bisherige Wert— 
relation von Gold zu Silber, 1: 15,5 nicht wesentlich alteriert hatte, weil die Ver— 
einigten Staaten und Frankreich große Beträge an Gold aufnahmen, der gesteigerte 
Verkehr mehr Gold brauchte, der Verbrauch von Gold und Silber für die Industrie, 
Schmück- und Gerätezwecke sehr stieg, endlich der Silberüberschuß nach Asien abfloß, 
so wurde das von 1873 ab anders; die Wertrelation wurde 1873 —85 1: 19,4 und 
neuestens gar 1896 1: 30,6, 1898 1: 36,0. Die Sistierung der Silberprägung, die 
Ausbreitung der Goldwährung, die Verbilligung und Steigerung der Silberproduktion 
1860 —-95 von 1 auf 5 Mill. Kilogramm jährlich, die Unfähigkeit Asiens und der 
Silberländer, das überschüssige Silber aufzunehmen, wirkten dabei zusammen. Es ist 
eine Wertänderung, wie sie historisch kaum je vorkam. Im Altertum schwankte die 
Relation zwischen 1: 11 bis 1: 13; die Verhältnisse von 1:8 bis 1: 18 kamen nur 
vorübergehend vor. Im Mittelalter behauptete sich auch meist 1:9 bis 1: 10. Dann 
freilich hatte sich von 1600 bis 1700, hauptfächlich 1620 —80, der große Umschwung 
vollzogen von 1: 10,5 zu 1: 15. Das Silber war so viel billiger geworden, weil es 
mehr und leichter erzeugt wurde, und die Goldmünze so viel begehrter geworden war. 
Von 1680 —-1872 blieb das Verhältnis zwischen 1:3 14 bis 1: 16. Nun erfolgte der 
weitere stärkere Wandel aus denfelben Ursachen wie 1620—80. Aber damals verlor 
das Silber 28,8 Prozent seines Wertes, heute 50 Prozent und mehr gegen Gold. 
Es war natürlich, daß diese alle wirtschaftlichen Beziehungen und alle Preise, 
allen Handel und Verkehr stark beeinflussende Umwälzung der Wertrelation nebst ihren 
Folgen in der Währungspolitik die Theorie zur Frage veranlaßte, ob die Umwalzung 
mehr eine unabänderliche Folge wirtschaftlich-technischer Vorgänge und Bedürfnisse oder 
eine solche der auf bestimmte Theorien sich aufbauenden Geld- und Währungspolitik sei. 
Es war natürlich, daß die öffentlichen und privaten Schuldner in den früheren Silber— 
ländern sich sagten, bei Erhaltung der Silberwährung hätten sie jetzt nur die halbe 
vast zu tragen. Schon in den 6der Jahren trat in Wolowski ein energischer Ver— 
teidiger der Doppelwährung, wie sie Frankreich gehabt, auf; in den 70 er und 80 er 
Jahren entstand die Agitalion für eine internationale Doppelwährung, die alle wirk— 
lichen und angeblichen Mißstände der Goldwährung und des Nebeneinanderbestehens 
von Gold- und Silberwährungsländern heilen sollte. 
Wolowski meinte, entgegegen dem Wortlaut der französischen Gesetze von 1785 
und 18083, die Doppelwährung habe nicht einen doppelten Wertmesser, nicht eine feste 
Wertrelation zwischen Gold- und Silbermünzen statuieren wollen, sondern habe im klaren 
Bewußtsein von dem ewigen Schwanken dieser Relation, allen Schuldnern freistellen 
Ien stets im entwerteten Metall zu zahlen, weil das der Billigkeit entspreche, und 
adurch die großen Schwankungen im Wert von Gold zu Silber vermindert würden.
	        

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