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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

565) Die wirtschaftlichen Wertarten. 
— 
s * * 
Lust und Unlust find eben nicht direkt meßbar. Sie werden nur greifbar, 5 F 
indem sie sich zu gewissen Schätzungen äußerer Art verdichten, indem die Jahg dsende 
alte Erfahrung und Gewohnheit Maßstäbe und Größenvorstellungen, ne 
die meßbaren Ertrags- und Tauschwertschätzungen, gebildet haben. Der Ertrag 
gehört dem technischen und physiologischen Gebiete der äußeren meßbaren Erfahrung 
an: von zwei gleich großen Grundstücken giebt das eine 10, das andere 50 Hektoliter 
Weizen; so und so viel Centner Dünger steigern diesen Ertrag aufs Doppelte. Der 
Verkehrs-, Tausch-, Marktwert ist durch Vertrag oder schätzende Autorität in Geld oder 
in naturalen Einheiten, deren Wert als bekannt gilt, festgesetzt. Das sind zahlenmäßige, 
faßbare, auf einheitliche Nenner zurückgeführte Größen, mit denen man rechnen, summieren, 
Buch führen kann. Die beiden letzten Wertarten stehen wie erwähnt stets mit den 
Genußwerten, mit dem Untergrund von Lust- und Unlustgefühlen in Relation, ent— 
sprechen ihnen im großen und ganzen, so fsehr sie im einzelnen abweichen können. Der 
Genußwert ist und bleibt das Primare; aber er ist das schwer Faßbare, Inkommensurable 
und erhält deshalb durch Ertrags- und Tauschwert, durch die Rückübertragung von 
deren Zahlengrößen auch erst seine Bestimmtheit. Die Untersuchung des Gebrauchs— 
werts verläuft in pfychologische und kulturgeschichtliche Untersuchungen der Gefühle und 
ihrer Veränderungen; die Untersuchung des Ertragswerts fußt auf technologischen und 
physiologischen Erörterungen; die des Tauschwerts ist die eigentlichste Aufgabe der 
Volkswirtschaftslehre. 
Eine eingehende Theorie des Tauschwerts suchten A. Smith und Ricardo aufzustellen, 
und zwar mit der Absicht, über den Wirrwarr der Wertschwankungen durch möglichste 
Zurückführung derselben auf eine Ursache Herr zu werden; sie suchten einen sogenannten 
natürlichen, idealen Wert, um den die täglichen Oscillationen des Werts gravitieren; 
fie sagten, mit gewissen Ausnahmen ist jedes Gut so viel wert, wie seine Produktions— 
kosten betragen; diese bestimmen den Wert im großen und ganzen. Hauptsächlich 
J. St. Mill formulierte die Ausnahmen dahin, daß die Seltenheiten und die nicht 
beliebig reproduzierbaren Waren in ihrem Wert nicht durch die Kosten bestimmt werden. 
Die Kosten selbst suchte man auf ein absolutes, konstant gedachtes Wertmaß zurück— 
zuführen; man erörterte, ob der Lohn, der Getreidepreis, das Geld, die Arbeit dieses 
Maß sei und blieb zuletzt bei der Arbeit stehen, suchte alle Produktionskosten in Arbeit 
oder Arbeitsstunden, alle geistige Arbeit in Handarbeit aufzulbsen. Man glaubte so 
zu einer objektiven Werttheorie gekommen zu sein. Das Extrem dieser Richtung stellt 
Marx mit seiner Lehre dar, der Gebrauchswert sei als etwas Technologisches volks— 
wirtschaftlich bedeutungslos, aller Wert beruhe auf dem Quantum gesellschaftlich not— 
wendiger (d. h. dem lechnischen Kulturniveau entsprechender) Arbeitsstunden, die eine 
Ware gekostet. „Alle Werte sind als Ware nur bestimmte Masfen festgeronnener 
Arbeitszeit.“ Als ob jemals irgend ein Mensch, unabhängig von feinen Bedürfnissen 
und den Mengenverhältnissen der Güter, irgend etwas hoch wertete, nur weil Arbeits— 
stunden darin stecken. Aller Wert der Arbeit und ihrer Produkte hänat von der Nütz- 
lichkeit und Begrenztheit derselben ab (Dietzel). 
Die Theorie mußte auf den Gebrauchswert wieder zurückkommen; sie that es 
zuerst in der Form einer unklaren Verwunderung darüber, daß Gebrauchs- und Tausch— 
wert sich nicht stets decken. Schon A. Smith hatte gemeint, daß die Dinge, welche 
den hoͤchsten Gebrauchswert besitzen, wie Licht und Wasser, wenig oder gar keinen 
Tauschwert haben. Proudhon schloß daran an, klagte, daß der Tauschwert durch 
größeres Angebot sinke und so die Produzenten schädige; das Nugloseste sei teuer, das 
Nüßzlichste woͤhlfeil. Um über diesen Widerspruch Herr zu werden, verlangt er eine durch 
bessere volkswirtschaftliche Organisation zu erzielende Konstituierung des Wertes nach 
der Arbeit; damit kann nur die unmögliche Ausschließung der anderen werterzeugenden 
Ursachen, wie Nützlichkeit, Seltenheit u. s. w., gemeint sein. Bei jeder solchen Auffassung 
ist übrigens der Gebrauchswert mit der Nuͤtzlichkeit verwechselt; der Diamant solt 
geringen Gebrauchs- und hohen Tauschwert haben; das ist das Urteil eines Diogenes, 
nicht das jener Frauen. welche Diamaunten begehren und bezaäahlen.
	        

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