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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

170 Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes u. der Einkommensverteilung. 628 
che aber nicht faktische Einlsslichkeit. Hsterreich-Ungarn ist im Begriff, die Bar— 
zahlungen wieder aufzunehmen, Rußland hat 1895—99 seinen Notenumlauf auf 
38 Prozent seiner Goldmünze beschränkt, nachdem es mehrere Jahrzehnte eine entwertete 
Papiervaluta gehabt hatte. Der Charakter der Volkswirtschaft dieser Länder ist mehr 
oder weniger durch ihre Papiergeldausgabe beeinflußt oder bestimmt. 
Historisch und volkswirtschaftlich teilt man die Volkswirtschaften mit Papiervaluta 
am besten ein in solche, welche eine Entwertung ihrer Valuta nur um 8—10 Prozent, 
dielleicht ausnahmsweise und kurz mal um etwas mehr Prozente erlebt haben, und in 
jolche, in denen das Papier gegen Edelmetall bis 80 und 100, ja 300 und mehr Prozent 
»erlor. Ist bei jenen die Papierentwertung nur eine vorübergehende, auf ein paar 
Monate oder Jahre beschränkte, so hat sie wenigstens für die Preise noch nicht sehr 
viel zu bedeuten; derart war z. B. die Sistierung der Barzahlung in Frankreich 1870, 
die Entwertung der preußischen Tresorscheine 1810—18. Dauert sie länger, wie in 
England 1797 —51819 oder in Rußland 1768 —88, so wird sie schon bedenklicher und geht 
leicht in die schlimme zweite Form über, wie in Rußland von 1788 an. Die italienische 
Valuta hat von 1866 an kaum je über 5 Prozent gegen Edelmetall verloren, die Bar— 
zahlung wurde 1888 vorübergehend aufgenommen; schlimm können solche Zustände doch 
fein. Äuch in Osterreich hat das Agio für Silbergeld 1848—69 kaum je viel über 
5—30 Prozent betragen; eine volle Papiergeldwirtschaft mit ihren ungünstigen Folgen 
war doch vorhanden, wie auch in Japan 1878 -86. 
Ist die Entwertung eine sehr viel stärkere wie z. B. in Nordamerika 1776-81, in 
Frankreich 1790 — 96, in Hsterreich 1800—1814, in Rußland 1790 — 1840 und 1854 bis 
in den Anfang der 90 er Jahre, der Vereinigten Staaten 1860 —70, so macht es natürlich 
auch einen großen Unterschied, ob die Sache in wenigen Jahren mit sehr starken 
Schwankungen und endlich mit gänzlicher Entwertung verläuft (in Frankreich 1 Silber— 
livte — 800 Papierlivres, Nordamerika 1780 1: 280, amerikanische Südstaaten 1864 
1: 8000 - 120 000 u. s. w.), oder ob trotz großer Entwertung doch ein gleichmäßiger 
Zustand für Jahre und Jahrzehnte eintritt, wie in Rußland 1815— 40, wo 1 Silberrubel 
— 8,5—4 Papierrubel galt. Auch von 1890 bis zur Gegenwart gelang Rußland 
eine weitgehende Stabilisierung des Rubelkurses. 
Der eigentlichen Papiervaluta ist meist eine starke Papiercirkulation voraus— 
gegangen; das Papier beginnt das Hartgeld um so mehr und um so rascher zu ver— 
drängen, je mehr nicht bloß große Scheine, sfondern auch mittlere und kleine, ja Papier— 
scheidemünze ausgegeben wurden. Beginnt nun die Uneinlöslichkeit und eine stärkere 
Papierausgabe als der Verkehr erträgt, so entsteht in Papier für Edelmetall das Agio, 
veil jedermann sucht, alles harte Geld zu behalten, nur in Papier zu zahlen; Staat, 
Banken, Private wollen für die Not, für Zahlungen ins Ausland Edelmetall sich 
sichern. Je nach der steigenden Emission von Papier und der Zahlungsbilanz fließt 
das gemünzte Geld nun in ein oder mehreren Jahren ins Ausland ab, bis auf gewisse 
Reserven des Staates und der Banken. In Grenzstädten, im Verkehr mit Fremden 
hält sich das Hartgeld oft lange. Entsprechend der Papiergeldmenge und dem Ver— 
lrauen auf Regierung und Banken fangen nun das Agio und die gesamten Preise an 
zu steigen; aber keineswegs gleichmäßig. Im Agio druckt sich der Preis für Hartgeld 
aus; die Nachfrage nach letzterem schwankt je nach dem Bedürfnis der Regierung an 
olchem, je nach der Zahlungsbilanz und der Spekulation, welche enorme Gewinne durch 
künstliche Beeinflussung von dessen Stand erzielen kann, außerordentlich, oft von Tag 
zu Tag um 5—20 Prozent, was die übrigen Preise nicht notwendig berührt. Ein Agio 
don 228 Prozent oder seine Änderung um solchen Betrag kann fast ohne Einfluß auf 
die allgemeine Preisbewegung sein. Im übrigen aber muß natürlich in dem Maße, 
wie eine steigende Papiermenge nach und nach alle Verkehrskanäle erfüllt, ein steigender 
Preis erfolgen; wenn vorher 200 Mill. Hartgeld, jetzt 400 Mill. Papier cirkulieren, 
önnen, troß der Zähigkeit, mit dem sich hergebrachte Preise behaupten, diese nicht fort— 
dauern. Aber die Preissteigerung ist nun nicht bloß von allen Ursachen der speciellen 
Warenbewertung, der augenblickkichen Bedarfss- und Anaebotsverhältnisse, von Krieg
	        

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