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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

701) Wesen des gemeinwirtschaftlichen Realkredits. Hypothekenbanken. 243 
landwirtschaftliche Fortschritte, Meliorationen, Grundentlastungen, stärkere Erbabfindungen 
als früher den Kapitalbedarf steigerten, wenn in Aufschwungsperioden das Kapital 
stark in der Industrie oder für Staatsanlehen, für Kapitalexport begehrt wurde, wenn 
Zeiten steigenden Zinsfußes viele Kündigungen brachten. In vielen Ländern mangelten 
ja auch die genannten Anstalten ganz, und trat doch wie in Frankreich nach 1850, in 
Italien nach Begründung seiner Einheit ein sehr verstärktes Bedürfnis nach Hypothekar— 
kreditinstituten ein. Wo gar kein Inftitutskredit den privaten Verleihern Konkurrenz 
machte, hat im 19. Jahrhundert die Bewucherung des Landmanns Schritt für Schritt 
mit der zunehmenden Geld- und Kreditwirtschaft sich gesteigert. 
So war es natürlich, daß man schon 1820 1880 neben den Sparkafsen sich an 
die gewöhnlichen Banken wandte, die in ihren Anfängen vielfach harmlos Noten aus— 
gaben und daneben auf Hypotheken liehen. Die preußische Bank hatte es im 18. Jahr⸗ 
hundert so gemacht, war sreilich dadurch 1806 bankerott geworden; die pommersche 
ritterschaftliche Bank erstrebte das Gleiche 1824. die bayrische Hypotheken- und 
Wechselbank, 1835 gegrundet, wurde verpflichtet, neben allen andercu Bankgeschäften 
auch Hypothekendarlehen aus einem Teil ihres Aktienkapitals (von 20 Mill. Gulden 12) 
zu geben; erst von 1864 an gab sie Pfandbriefe zu diesem Zwecke aus. Auch 
einzelne andere deutsche Noten- und Effektenbauken der Epoche von 1840 - 1860 be— 
hielten diesen gemischten Charakter, und noch heute haben manche deutsche Hypotheken— 
banken diese Doppelnatur. Von der Schweiz sahen wir das Gleiche, und daß es in 
Osterreich und Italien noch bis in die neuere Zeit geschah, und zum größten Schaden 
dieser Länder, darauf kommen wir gleich. Jedenfalls genügte das nicht. Man ver— 
langte kaufmännisch verwaltete Aktienbanken speciell für den Hypothekarkredit; man 
erklärte sie (im Einklang mit der theoretisch 1880— 1875 vorherrschenden Theorie) für 
die einzig richtige Form dieses Geschäftes: ihr Erwerbstrieb werde ihnen den Schwung 
und die Energie geben, die den öͤffentlichen Instituten fehle. 
In der Zeit von 1830—1875 rief man überall nach leichterem Hypothekenkredit; 
das Bedürfnis außer auf dem Lande war auch in den Städten durch ihre rasche Ver— 
größerung, ihre Uüm- und Neubauten außerordentlich gestiegen; das ganze städtische 
Bauwesen konnte sich nur mit einem gut organisierten Hypothekarkredit von großen 
Anstalten entwickeln. Und dafür taugten zunächst auch kaufmäunnisch betriebene Hypo— 
thekenbanken am besten. Auf diesem Geschäfisgebiet ließen sich leicht erhebliche 
Gewinne und Dividenden erzielen. Man war schon mit Rückficht hierauf in vielen 
Ländern bereit, in der Konzessionierung der Aktiengesellschaften, in der Prüfung der 
Statuten gefälliger zu sein als bisher. In Frankreich begann Napoleon III. mit 
dem Plan, in jedem Departement eine Hypothekenbank zu errichten, ließ fich dann aber 
dafür gewinnen, ein Riesenaktieninstitut für ganz Frankreich, den Crédit foncier, zu 
schaffen, dessen Pfandbriefe so viel leichter uünterzubringen jeien als die von kleinen 
Departementsinstutmen Die Gesellschaft, einst mit der Hoffnung begrüßt, ganz Frank— 
ich von feiner Hypothekarischen Schuldlast (damals zu heuie uis Minden 
Francs geschätzt) zu befreien, hat erst mit 60, später mit 170,6 Mill. Francs Kapital 
gearbeitel; fie hat von der Gründung bis Dezember 1898 4,4 Milliarden Hypothekenkredit 
egeben, aber nur 10 davon auf landuch— Grundstücke; 8/4 haben dem städtischen Kredit 
I dem Baugeschäft gedient, ihr Dhpothekenstand war 1898 nur 1,7 Milllarden in 
b lauter ganz großen Posten. Das Hauptinteresse der Geschäftsführung lag bis zur 
ersuchung von 1890 im Effektengeschäft und in Börsenspekulationen, teilweise 
hlimmsier Art; fie hat die Bestechung der Pariser Presse förmlich in ein Syftem 
racht gab 1890 regelmäßig jährlich dafür 1.22 Mill. Francs aus, kounte aber auch 
8 uimmer eine sehr hohe Dividende zahlen. Der französische Bauer hat nichts von 
xgehabt, als daß sie andere Hypothekarkreditinstitute hinderte. Das Unglück war, 
9— wie der Crédit mobilier, so auch der Crédit foncier das Vorbild für viele In— 
itute jn anderen Ländern, Hsterreich, Holland, Italien wurde. 
Sy Osterreich haben wir schon berührt (S. 241). Als die alten Institute und 
arkaffen nicht ausgureichen schienen, hat man zunächst 1856 der Nationalbank eine 
16*
	        

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Verkehr, Handel Und Geldwesen. Wert Und Preis. Kapital Und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung. Duncker & Humblot, 1904.
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