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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

711)] Neuere Reformen im Sparkassenwesen; allgemeine Bedeutung. 253 
an vielen Orten möglich, ist auch das einzige Mittel für die Sparkassen, die Konkurrenz 
mit den Vorschußkassen auszuhalten. Ratürlich muß die Sparkasse stets besonders 
vorsichtig und solid bleiben, sie darf ihren ersten Gesichtspunkt, die Sicherheit der 
Sparanlagen, nicht aus den Augen verlieren. Sie muß eine öffentliche Anstalt bleiben, 
darf nicht auf Gewinn arbeiten; ihre Leiter bleiben Kommunalbeamte, können nicht 
bloße Kaufleute und Bankiers sein. Aber indem sie das lokale Bauwesen fördern, den 
lokalen Wucher bekämpfen, die Arbeiter und kleinen Leute nicht bloß zum Sparen, 
sondern auch zum rechten Kreditnehmen erziehen, erreichen sie doch erst den ganzen 
Erfolg, den sie haben können. 
Die Staatsaufsicht über sie und die staatlichen Normativbestimmungen für sie 
müssen damit etwas andere werden; das preußische Gesetz von 1888 ist längst veraltet, 
ein neues in Vorbereitung. Es muß etwas mehr Freiheit geben als bisher, aber dabei doch 
den Geschäften feste Bahnen vorschreiben, so gut wie die Gesetzgebung den Noten- und 
Hypothekenbanken ihren Wirkungskreis eingeengt hat. Es wird mit Recht auch bestimmen, 
wie hoch der Gewinn der Sparkasse an den Einlagen sein darf (1896 war /2 070 
einschließlich der Verwaltungskosten vorgeschlagen; letztere waren 1900 in Preußen 0,18 00 
der Einlagen, während die Zinsüberschüsse 0,860/0 betrugen), welcher Teil der Uber— 
schüsse für kommunale und gemeinnützige Zwecke verwendet werden darf, wie die 
Zahlungsfähigkeit zu garantieren sei, wie weit der Reservefonds anwachfen soll u. s. w. 
So werden die Sparkassen ein immer nützlicheres Glied unserer heutigen Kredit— 
organisation werden. Wenn fie heute in Deutschland 8 Milliarden Kapital angesammelt 
haben, und daneben 1900 die deutschen Kreditbanken über eigenes und fremdes 
sKapital im Betrag von 6,9 Milliarden verfügten, die deutschen Hypothekenbanken 
3,5 Milliarden Pfandbriefe und Kommunalobligationen ausgegeben hatten, so sprechen 
diese Zahlen für ihre Bedeutung. Gewiß hat man die Sparkassen früher oft überschätzt, 
der Socialismus hat sie dann unterschätzt, behauptet, sie dienten gar nicht dem Arbeiter. 
Die Sparkasse hat natürlich nicht alle Not beseitigt, die unteren Klassen nicht plötzlich 
anders gemacht. Aber sie ist doch ein wichtiges Hülfsmittel gewesen, um den Spar⸗ 
sinn zu wecken und zu verbreiten und damit Tausende zu erziehen zu Voraussicht und 
—AüD 
Leben in den Tag eingeschränkt; sie hat Tausenden Mut und Sicherheit gegeben im 
Kampfe des Lebens, sie hat die moralischen Kräfte gesteigert, sie hat die Menschen 
gelehrt, die Zukunft ins Auge zu fassen und über die ungewissen Wechselfälle Herr zu 
werden. Die Sparkasse war zugleich ein glückliches Mittel, die höheren Klassen, die 
Bemeinde und den Staat in dem Dienst für die unteren Klassen zu schulen, das 
Vereinsleben und die Selbstverwaltung zu beleben, Gemeinde und Staat an seine 
ocialen Pflichten zu gewöhnen und die Formen zu finden, in denen diese Pflichterfüllung 
noglich ist. Die Sparkasse war ein Gedanke der höheren Klassen, aber sie ist zu einer 
deiter für das Emporsteigen der unteren geworden. Der Arbeiter, der ein Sparkassen— 
huch mit einigen Hundert Mark besitzt, ist ein anderer Mensch, er ist kein Proletarier 
nehr, er ist derknüpft mit der bestehenden Ordnung der Gesellschaft. Wenn heute in 
Deutschland 18 Mill. Sparkassenbücher vorhanden sind, so kann es in 50 Jahren die 
oppelie und dreifache Zahl sein. Und wenn kein Arbeiter mehr existiert ohne ein 
Sparkassenguthaben, so werden alle Krisen, alle zeitweilige Beschäftigungslosigkeit ganz 
anders zu ertragen fein als heute. Die vollendetste Staats- und Wirtschaftsordnung 
ann nichts nüßzen, wenn nicht selbst die untersten Glieder der Gesellschaft gewisse 
intellektuelle und moralische sowie wirtschaftliche Eigenschaften haben, zu deren Aus— 
bildung unter heutigen Verhältnissen die Sparkassen erheblich beitragen können. 
201. Die Kreditanstalten der kleinen Leute und der Arbeiter. Die 
reditgenofsenschaft. c) Die städtisch-gewerblichen Vorschußvereine. 
Während die Sparkassen vom passiven Kreditgeschäft für die unteren Klassen ausgingen, 
hat das Genossenschaftswesen, dessen Entstehung und allgemeine Bedeutung wir oben 
— schilderten, in seinem wichtigsten Zweige das aklive Darlehnsgeschäft für die 
zleinen Leute, hauptsächlich für die Kleinhändler, Handwerker und Bauern ins Auge
	        

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