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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

296 Vrittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes u. der Einkommensverteilung. [754 
— Wie das Steigen der ländlichen Löhne nach Gegend, Boden, Gewerbsamkeit ver— 
schieden ist, so noch mehr das der gewerblichen je nach den einzelnen Gewerben, ihrer 
Blüte und ihrer Betriebsform. Im ganzen schätzen die ersten englischen Autoritäten 
das Steigen von 1840- 1890 auf etwa 60 —80 Vo, mit Verschiedenheiten von 20 bis 
zu 150940; lag 1820 — 1850 der Schwerpunkt bei den Wochenlöhnen von 18 — 16 
Schilling, so liegt er jetzt bei denen von 20 — 85 Schilling. Die größte Steigerung 
fällt in die Zeit von 1840 — 1875; die Bewegung wird dann langsamer, teilweise 
stockkend, um aber 1887 — 1891 und 1896 1900 wieder einzusetzen. Die Webbs 
sagen, in der Trade-Unionswelt lägen die Löhne zwischen 24 Schilling und 72 Schilling. 
Den Wochenverdienst der Lancashire-Baumbwollspinner hat man 1837 auf 138 Kilo— 
gramm, 1891 auf 200 Kilogramm Weizenmehl berechnet. Schulze⸗Gävernitz teilt Ein— 
nahmen von Spinnerfamilien (Mann, Frau, Kinder) mit von 101 244 Pfd. Sterling 
(also 2063— 4980 Mark). Die besseren Kohlenhäuer hatten (nach Nasse) in den letzten 
20 Jahren sehr wechselvolle Löhne; die Jahresdurchschnitte schwanken zwischen 54 und 
90 Pid. Sterling (1103—1840 Mark). Wood berechuel das Lohnsteigen 1860 - 1891 in 
den einzelnen Industrien 1860 — 100 gesetzt so: Wolle 118, Eifen 125, Maschinen 186, 
Baugewerbe 128, Seeleute 148, Bergbau 150, Baumwolle 176. Nach einer Schätzung 
Giffens verdienen unter 20 Schilling 23,6 o/0 der 728 Millionen erwachsenen englischen 
Arbeiter (einschließlich der ländlichen), 20 35 Schilling (1060-1860 Mark jaͤhrlich) 
59,600, über 88 Schillinge 6,20/0. Nostitz setzt die Klasse mit über 35 Schilling auf 150/6, 
die unter 15 Schilling auf 6 — 120/0. Der Fortschritt seit 1860 ist groß; aber noch 
sind entsetzliche Übelstaände vorhanden, z. B. verfallen nach Booth noch 450/0 aller über 
6bs Jahre Alten der Armenunierstützung; durch ein Ubermaß von Frauen- und Kinder— 
arbeit ist noch immer die Zukunft erheblicher Arbeitergruppen bedroht. Die Sicherheit 
der Existenz hat durch das Schwanken der Konjunktur, trotz aller Verbesserung und 
Versicherung, gerade bei der großen Exportindustrie fast nicht zugenommen, die Un— 
sicherheit jedenfalls nicht genügend abgenommen. 
Uber Frankreich füge ich, die obigen Angaben ergänzend, hinzu, daß der Ver— 
dienst einer ländlichen Arbeilerfamilie 1813 auf 400 Francs, 1860 auf 500 Francs, 
1870- 1875 auf 800 Frances geschätzt wurde, und die ihnen nötigen 15 Hektoliter zu 
diesen drei Epochen 815 Francs, 305 Francs und 345 Francs galten. Die Pariser 
Bäckerlöhne waren nach Leroy-Beaulieu 1880 26 Francs, 1854 80, 1867 38, 1880 
15 Francs. Je nach den verschiedenen Industrien berechnet E. Chevalier 1840 1880 
Lohnsteigerungen von 40 —200 6/0 und 3000// und fügt bei, daß das Brot im Preise 
gleich blieb, das Fleisch 500/0, die Milch 250/0, die Miete 100 6/0 teurer, die Kleider 
und Gewürze viel billiger geworden seien. Die jährlichen Bergarbeiterlöhne standen 
1800 etwa auf 800, 1815 898, 1877 1002 Francs. Die Löhne in der Provinz sind 
nach der Untersuchung Chevaliers nicht so gestiegen wie in den großen Städten, aber 
die niedrigen Lohnklafsen, die einfache Handarbeil, die Frauenarbeit ist im Werte eher 
mehr als die feinere gelernte Männerarbeit gestiegen. 
Die deutschen Löhne stiegen bis in die fünfziger Jahre wenig, nur in einzelnen 
Gebieten und Gewerben schon etwas. Auch das Lohnsteigen 1880 —1865 übertraf die Ver— 
euerung des Lebens kaum, die erste bedeutsame und allgemeine Hebung erfolgte 1865 
bis 1875; kam dann wieder ein kleiner Rückgang, so folaten doch wieder mäßige Ver— 
besserungen bis 1900. 
Nach den agrarischen Enqueten von 1849, 1873 und 1892 ließ ich die Wochen— 
öhne der freien dändlichen Arbeiter in den fechs östlichen preußischen Provinzen in 
Geld und Kilogramm Roggen so berechnen: 
1800 2,4 Mk. 
810 3—242, — ca. 80 Kilogramm Roggen 
— 
1892 7.0-90 — ca. 60 
Nach Goltz verdient 1873 in Pommern und Mecklenburg, Oldenburg, Ober— 
und Niederbayern, auch in Württemberg, der Pfalz und Rheinbreußen der ländliche
	        

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