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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

7631 
Marrsche Lohntheorie. Ursachen der Lohnhöhe. 305 
211. Die Urfachen der Lohnhöhe und ihrer Bewegung. Angebot 
und Nachfrage. Wollen wir die Einfeitigkeit der älteren Lohntheorie vermeiden 
and doch zunächst in herkömmlicher Weise unsere Untersuchungen an Angebot und 
Nachfrage des Arbeitsmarktes anknüpfen, so gehen wir dabei doch von dem aus, was 
wir oben über das Arbeitsverhältnis gesagt: Wir betonten, daß es weder ein bloßer 
Klassenkampf noch ein bloßer Marktvorgang sei, daß es von einer wachsenden 
Rechtsordnung in bestimmte Bahnen gewiesen, sich der öffentlichen Beamtenstellung 
annähere. Wir geben also wohl zu, daß hier beim Lohn wie bei jeder Wert— 
bildung die Größenverhältnisse von Angebot und Nachfrage eine bestimmende Rolle 
spielen, daß Nützlichkeit und Menge der Arbeitskräfte wertbildende Ursachen sind; 
aber wir fügen bei, daß hier noch mehr als auf dem Warenmarkt hinter Angebot 
und Nachfrage Gruppen von Menschen mit ihren Gefühlen, Sitten, Beziehungen 
stehen, daß ihre fociale Stellung und Organisation, ihre Macht und ihre Schwäche, 
alle die socialen Einrichtungen und rechtlichen Ordnungen, welche ihr Thun und 
Lassen bestimmen, den Lohn und seine Veränderung mit beeinflussen, ja oft ihn 
beherrschen. 
In der Höhe des Lohnes drücken sich die Machtverhältnisse der socialen Klaffen 
aus; die im Volksbewußtsein hergebrachten, befestigten, in der Lebenshaltung sich aus— 
drückenden, nur langsam und schwer sich ändernden Klassenabstände spiegeln sich, wie in 
der ganzen Einkommensverteilung, so speciell in der Gesamthöhe der Lohne und in den 
abgestuften Löhnen der verschiedenen Arbeitergruppen wieder. Lohn, Lebenshaltung und 
Klafsenabstand sind einerseits das Ergebnis der wirtschaftlichen, socialen und politischen 
Versassung, der Arbeitsteilung und Besitzverteilung, kurz fest greifbarer realer Ursachen; 
aber sie sind daneben und ebenso sehr ein Ergebnis massenpsychologischer Elemente; die 
Verwertung von Kenntnissen und Fähigkeiten, die Herrschaft religiöser und anderer 
Ideale, die daraus entspringende Modifikation der Klaffenbildung, der Sitten und 
Rechtsinstitutionen giebt unter Umständen den genannten realen Urfachen eine andere 
Farbe, Kraft und Wirksamkeit, hebt unter Umständen die Wirkung von Angebot und 
Nachfrage in ihrer zahlenmäßigen Größe fast ganz auf oder läßt sie nur beschränkt 
zum Effekt kommen. Auch die bisherige Theorie, welche den Lohn allein aug Markt— 
zrößen erklärte, stellte daneben die Lebenshaltung und die Möglichkeit ihrer Anderung 
in den Mittelpunkt und gab damit den Einfluß der sittengeschichtlichen, der moralischen 
und institutionellen Ursachen zu. Gehen wir hiervon aus. 
a) Die Lohnhöhe, die Lebenshaltung der Arbeiter als der Inbegriff ihrer 
herkömmlichen Lebensbedürfnisse und endlich die wirtschaftlich-technische Leistungs- 
fähigkeit des Arbeiters sind drei an sich getrennte, aber durch die intimsten Be— 
ziehungen verbundene, sich immer wieder ins Gleichgewicht setzende Erscheinungen. Wir 
haben uns zunächst über ihre Relation klar zu werden. 
Keine Arbeiterklasse kann auf die Dauer existieren, Familien gründen, einen 
Nachwuchs in gleicher Zahl erziehen, wenn sie nicht einen Lohn erhält, welcher ihr ge— 
stattet, ihre gewohnten Bedürjnifse zu befriedigen. Mögen Zuschüsse aus eigenem 
Besitz, aus der Armenkasse, den Allmenden da und dort Ausnahmen gestatten, mag 
—DDDD 
zu vermehren, mag er da und dort 'mal sinken, ohne sie zu vermindern, — im ganzen 
wird doch der Arbeiter auf die Dauer feinem Lohne entsprechend leben, die Be— 
dürfnisse haben, die herkömmlich mit ihm zu befriedigen sind. In der herkömmlichen 
Lebenshaliung liegen die Produktionskosten der Arbeit. 
Ist nun der Zusammenhang zwischen Lohnhöhe und Lebenshaltung zwar im 
allgemeinen sicher, aber im einzelnen doch mannigfach gestört, so entsteht die Frage, 
wann und wo die Wirkung der Lohnhöhe auf die Lebenshaltung, der Lohnerhöhung 
auf bessere Wohnung, Ernährung und Kleidung eintrete oder nicht, wo und in welchen 
Fällen eine Lohnverminderung die Lebenshaltung vorübergehend oder dauernd herab⸗ 
n nis die Frage, um welche Zeiträume es sich handele, ob das Lohnsteigen oder 
hr die Lebenshaltung oder ihre Veränderung mehr die Löhne beeinflusse. 
Schmoller, Grundriß der Volkswirtschaftslehre. II. 16. Auff. —9—
	        

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