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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

8383 Beurteilung der deutschen Arbeiterversicherung. 377 
Interessen der Unternehmer vor allem schonen wollte, begreiflich ist. Gewisse Tendenzen 
der Vereinheitlichung in der Organisation waren aber von Ansang an vorhanden, sind 
auch in der letzten Novelle etwas fortgebildet; Krankenkassen und Invalidenanstalten, 
Armenwesen und Arbeiterversicherungswesen greifen jetzt schon besfer ineinander als in 
dem ersten Jahrzehnt. 
Viele Klagen, die erschallten, waren von Anfang an unberechtigt oder übertrieben, 
wie z. B. die über das Markenkleben, über den bureaukratischen Charakter der Orga— 
nisation. Man darf bei der ganzen Reform nicht vergessen, welch enormes und welch 
schwieriges Werk man durchführen wollte. Man darf nicht übersehen, daß der Zwang 
jür Millionen teilweise recht tief stehender Arbeiter nur mit starken Verwaltungsmitteln 
und Kontrollen, mit großer Schreiberei möglich war. Wer für die Zwangsgenossen— 
schaften eintrat, mußte sich klar darüber sein, daß er damit gewisse eigentümliche Vor— 
züge des freien Kassenwesens aufgab. Man rettete damit Millionen schwacher Existenzen, 
milderte ihren Daseinskampf; man konnte nicht erwarten, daß zugleich die Schulung 
des härtesten Daseinskampfes für sie eintrete. Der Unbefangene wird jedenfalls zugeben, daß 
der deutsche Volkscharakter, die deutschen Staats- und Verwaltungstrabditionen eher auf diesen 
Weg der Lösung hinwiesen, als auf eine Nachahmung der englisch-französischen Versuche. 
Zu einem allseitigen Urteil gehört vor allem die Abwägung der indirekten socialen 
Vorteile, welche das deutsche System gebracht hat. Es hat die Arbeitgeber ganz anders 
als bisher gezwungen, sich um die Arbeiterfürsorge zu kümmern, es hat ihr Pflichten— 
bewußtsein gestärkt. Die öffentliche Meinung hat durch die Publikation der Verfiche— 
rungsresultate und „statistik ein Interesse für alle einschlägigen Fragen gewonnen. 
In die meisten Unternehmungen kam ein Verständnis und Antrieb, durch verbesserte 
Technik und Vorsicht an Menschenleben und Gesundheit zu sparen. Der ganze körper— 
liche Zustand der Masse des Volkes ist durch die Krankenkassen, die Krankenhäuser, die 
Ausdehnung der ärztlichen Thätigkeit ein wesentlich besserer geworden. Eine unsagbare 
Summe von Krankheit, Leiden und Schmerzen ift gemildert oder verhindert worden. 
Die besseren und inlelligenteren Unternehmer spotten dereits über diejenigen, welche die 
Kosten unserer Zwangsversicherung beklegen, in ihnen ein Hindernis der deutschen 
Konkurrenzfähigkeit sehen; sie erkennen, daß die gebrachten Opfer sich reichlich durch die 
große Leistungsfähigkeit uünserer Arbeiter bezahlt machen. — 
Wollen wir, um zum Schluß das über England, Frankreich und Deutschland 
Gesagte zu ergänzen und in weiteres Licht zu stellen, kurz anführen, was seit der 
letzten Generation im Auslande infolge des deutschen Vorbildes im Arbeiter— 
dersicherungswesen geschaffen ist, so müssen wir uns für die meisten Länder mit einigen 
Notizen begnügen; nur die leider gescheiterten Gesamtpläne einer Zwangsversicherung 
der Schweiz und Schwedens wollen wir kurz in den Gruudazügen darlegen. weil sie gerade 
auch für Seutschland sehr lehrreich sind. 
In der Krankenversicherung haben die geringsten Fortschritte stattgefunden. 
NRur Osterreich und Ungarn haben durch die Gesetze von 1888 und 1889, Luxemburg 
durch das Gesetz von 1801 den Zwang für die gewerblichen Arbeiter eingeführt, Frank- 
reich hat 1884 für seine Bergleute dasselbe gewagt. JItalien (1886), Belgien (1894), 
Schweden (1891), Dänemark (1892), Finmand (18807) haben für ihre freiwilligen 
strankenkassen neuere Gesetze gegeben, teilweise den unter die Gesetze sich stellenden öffent— 
liche Zuschüfse bewilligt. Die französische und englische Entwickelung ist in ihren alten 
Bahnen geblieben. Die Zahl der gegen Krankheit Versicherten ist überall unerheblich 
und auf die Gewerbe beschraͤnkt; nach Zacher sind versichert in Italien auf 9 Mill. 
Lohnarbeiter 1 Mill., in Belgien auf 2 Mill. 186000, in Schweden auf 0,8 Mill. 
140 000, in Dänemark auf 0,s Mill. 154000. 
Viel erheblicher find die Fortschritte in der Haftpflichtgesetzgebung und im 
Anfallverficherungswesen. Osterreich hat durch seine Gesetze von 1887 und 1894 
die deutsche Zwangsversicherung für Gewerbe und landwirtschaftlichen Motorenbetrieb 
nachgeahmt; es beftehen dafür sieben Provinzialanstalten, in welchen 224307 Betriebe 
mit 1,9 Mill. Arbeitern (von 7,5 Mill. Lohnarbeitern) gegen Unfall versichert sind.
	        

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Verkehr, Handel Und Geldwesen. Wert Und Preis. Kapital Und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung. Duncker & Humblot, 1904.
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