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Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

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Bibliographic data

fullscreen: Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)

Multivolume work

Identifikator:
1887156356
Document type:
Multivolume work
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1900-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1887256288
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242253
Document type:
Volume
Author:
Schmoller, Gustav von http://d-nb.info/gnd/118609378
Title:
Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung
Volume count:
2.1904
Place of publication:
Berlin [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot
Year of publication:
1904
Scope:
X, 719 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Verkehr, Handel und Geldwesen. Wert und Preis. Kapital und Arbeit. Einkommen. Krisen, Klassenkämpfe, Handelspolitik. Historische Gesamtentwickelung (2.1904)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes und der Einkommensverteilung
  • Viertes Buch. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen lebens im ganzen
  • Index

Full text

454 Drittes Buch. Der gesellschaftliche Prozeß des Güterumlaufes u. der Einkommensverteilung. 912 
1000 -5999 Mk. Vermögen hatten und deshalb steuerfrei waren. Fr. J. Neumann macht 
mit guten Gründen glaublich, daß 10-511 Mill. Haushaltungsvorstände und Einzel— 
verdienende nicht zur Vermögenssteuer Herangezogene vorhanden seien, von denen jeder 
durchschnittlich 300 — 1000 Mk. Vermögen habe, die also zusammen wohl 10 Milliarden 
hatten, die zu den 75 Milliarden der Besteuerten hinzukämen. — Doch haben wir hier 
von all' Derartigem abzusehen, können nur das Ergebnis der amtlichen Statistik be— 
trachten. 
Das Hauptresultat der Untersuchung Everts ist nun, daß die Prozentzahl der 
besitzenden Steuerzahler (Censiten und Angehörige gegenüber der Bevölkerung) am größten 
da ist, wo der mittlere Bauernstand vorwiegt (21230/0 in den Regierungsbezirken 
Hannover, Münster, Lüneburg), sehr viel geringer dort, wo der Großgrundbesitz herrscht 
(8— 100/0 in den Regierungsbezirken Stralsund, Posen, Oppeln, Danzig, Breslau, 
Marienwerder, Bromberg), sowie daß in den Städten mit wenigen Arbeitern die Besitzenden 
eine ähnliche Ziffer erreichen wie in den Bauerngebieten (Bonn 22,26, Wiesbaden 21,86, 
Frankfurt 15,14 0/0), daß dagegen in den reinen heutigen Industriestädten die Besitzen— 
den noch unter das Niveau der Großgrundbesitzgegenden sinken (Königshütte 58,85, Essen 
7,36, Berlin 7,80, Beuthen 8,3109/0). Das heißt: Latifundienbildung und Großindustrie 
sind zunächst die Hauptursachen der modernen zunehmenden Vermögensungleichheit. 
Beide erzeugen die steigende Prozentzahl Besitzloser oder wenig Befitzender, welche nicht 
unter die preußische Vermögenssteuer im eben angegebenen Sinne fallen. 
Knüpfen wir an diese Zahlen nun ein Wort der Würdigung. Die wachsende 
Ungleichheit ist unbestreitbar. Aber sie schließt nicht aus, daß in den geldwirtschaft⸗ 
lichen Epochen des Altertums die Gegensätze noch viel größer waren als heute; Rod— 
bertus schon betont das mit Recht. Auch für die Länder der Halbkultur trifft das 
teilweise zu; Cl. Janet behauptet es z. B. von China. Wir dürfen nicht vergefsen, 1. 
daß die großen Vermögen solcher Zeiten und Länder in einem viel niedrigeren Geldwert 
ausgedrückt sind, also um vergleichbar mit unserer Gegenwart zu werden, auf das 3—6fache 
vermehrt werden müßten und 2. daß die Besitzüberlegenheit einzelner Reicher in den ganz 
kleinen demokratischen Staaten ohne feste Staatsgewalt, mit Sklaverei, mit viel härteren 
Rechts- und Wirtschaftsinstitutionen, in Zeiten unbarmherzig egoistischer Habsucht ganz 
anders wirken konnte als später in christlichen großen Staaten mit viel humaneren 
Institutionen. Dagegen wird es nicht zweifelhaft sein, daß die Vermögensverteilung 
Mitteleuropas von 1300 — 1900 eine steigend ungleichere wurde, allerdings in den einzelnen 
Ländern in sehr verschiedenem Maße. 
Die Erklärung des Problems, die wir vielleicht als die thörichtste bezeichnen 
können, ist nun die, der Reichtum der Reichen könne nur durch Beraubung der Armen 
entstanden sein. Eine solche kindliche Idee knüpft an die Vorstellung der Gleichheit 
aller Menschen an, die von rechtswegen eine Gleichheit der Besitzverteilung zur Folge 
haben müßte. Sie ist so wenig vorhanden, wie die entgegengesetzte Annahme ganz zutrifft, 
die verschiedene Vermögensverteilung sei die direkte und notwendige Folge der ver— 
schiedenen individuellen Eigenschaften, die Reichen seien die Fleißigen und Wirtschaftlichen, 
die Armen die Faulen und Trägen. Der Kern des Problems liegt doch in der historischen 
Entwickelung der Gefellschaft und der Volkswirtschaft; diese schließt ein: 1. die zu— 
nehmende sociale Differenzierung, d. h. Entstehung verschiedener socialer Klassen, 2. die 
wachsende Schwierigkeit, auf derselben Fläche für eine steigende Bevölkerung nicht bloß 
gleiche, sondern zunehmend bessere wirtfchasftliche Lebensbedingungen möglichst für alle 
Klassen zu schaffen, und endlich 3. die noch größere Schwierigkeit, diejenigen Rechts— 
und Wirtschaftsinstitutionen aus- und stets fortzubilden, welche Produktion und Ver— 
teilung richtig im Gang erhalten und zugleich den Individuen und Klassen, ihrer Leistungs⸗ 
jähigkeit, ihrem Verdienste einigermaßen gerecht werden. Dabei wird nie zu vermeiden 
sein, daß die führenden Personen und Kreise immer wieder das größere Vermögen erwerben; 
aber es wird auch stets die Frage bleiben, ob dieses Vermögen persönlichen Eigenschaften 
und größeren Leistungen entspricht oder nicht, ob und in welchem Maße Unrecht, Gewalt, 
Betrug, Täuschung mitwirken, ob nicht in den Zeiten des Aufschwungs und der Um—
	        

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