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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Arbeit und ihr Lohn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

131 
lichen Ordnung sein würde, aus der die Concurrenz ganz verbannt 
wäre; wenn die Statistiker das Verhältniß zwischen ihrer Arbeit 
und ihren Befriedigungen in zwei verschiedenen Zeiträumen genau 
messen könnten, so würden wir erkennen, daß die Freiheit, trotz 
aller noch an ihr haftenden Beschränkungen, zu ihren Gunsten ein 
Wunder verrichtet hat, welches wir nur deßhalb nicht im Einzelnen 
bemerken können, weil es fortwährend vor sich geht. Die Summe 
menschlicher Anstrengungen, welche für ein bestimmtes Resultat er. 
spart worden ist, ist wahrhaft unberechenbar. Es gab eine Zeit, 
wo der Tagelohn des Arbeiters nicht hingereicht hätte, um auch 
nur den gewöhnlichsten Kalender sich anzuschaffen. Heut zu Tage 
erhält er für einen Dreier, also ungefähr für den fünfzigsten Theil 
seines Tagelohns, eine Zeitung die den Stoff eines ganzen Buches 
enthält. Dasselbe gilt von der Kleidung, dem Transport, der Er⸗ 
leuchtung, und einer Menge anderer Befriedigungen. Welchem 
Umstande verdanken wir diesen Erfolg? Dem, daß ein ungeheuer 
großer Theil früher zu bezahlender Arbeit durch die unentgeltlich 
wirkenden Naturkräfte ersetzt ist. Damit ist ein Theil des —X 
bernichtet, den man also nicht mehr zu bezahlen braucht; er ist ver⸗ 
möge der Coneurrenz durch unentgeltlichen Nutzen für die Gesammt 
heit ersetzt. Dabei muß man noch bedenken, daß, wenn in Folge 
des Fortschritts irgend ein Produet im Preise sinkt, bei seiner Er— 
werbung die ersparte Arbeit für den armen Käufer immer verhält⸗ 
nißmäßig größer ist, als für den reichen. 
Wie steht es nun aber mit der Coneurrenz, welche die Arbeit 
sich selbst macht? Man sagt, die Lage der Arbeiter ist sehr unsicher; 
da sie ihren Lohn Tag für Tag empfangen, so leben sie auch nur 
von einem Tage zum andern. Auf lange Verhandlungen, auf 
Abwarten können sie sich nicht einlassen; sie müssen unter jeder Be— 
dingung Arbeit für den nächsten Tag haben, wenn ihnen ihr Leben 
lieb ist; wenn das nicht genau von allen gilt, so doch von vielen, 
und das genügt, um die aͤrbeitende Klasse herabzudrücken, denn die 
gedrängtesten, die elendesten eapituliren zuerst und bestimmen so die 
allgemeine Lohntaxe. Daher kömmt es, daß der Lohn sich ins 
Gleichgewicht mit dem zu setzen sich begnügt, was zum Leben unumgaͤng
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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