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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Natur und die menschliche Arbeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

breitete sich diese Maschine schnell über ganz Großbritannien. Gegen 
waͤrtig ist dieselbe so vervollkommnet, daß ein Kind von 12-14 Jahren 
mit Leichtigkeit zwei Kraftwebestühle bewachen und dadurch vier 
Mal so viel Zeug produciren kann, als der beste Handweber. Aber 
nicht nur die größere Menge der Prodnetion ist ein Vorzug des 
Kraftwebestuhls, sondern auch eine Gleichmäßigkeit des Gewebes, 
wie sie vom Handweber nie erreicht werden kann, da bei dessen 
Arbeit jeder schwächere oder stärkere Schlag einen andern Faden giebt. 
Die Erfindung des Kraftwebstuhls geht in ihrer Bedentung 
weit über die Grenzen der Baumwollenindustrie hinans; sie ist 
ebenfalls von den Seideu- und Wollenmanufacturen angenommen 
worden. Nach den neuesten Angaben arbeiteten im J. 1850 in 
Großbritannien 198 916 solcher Webstühle. 
Ein englischer Schriftsteller sagt: „Die Prozesse der Verarbeitung 
sind zahlreich, aber alle werden durch Maschinen verrichtet. Die 
menschliche Hand hat dabei nichts mehr zu thun, als das Maierial 
von einer Maschine zur audern zu tragen. Durch eiserne Finger, 
Zähne und Räder, welche sich mit unermüdlicher Thätigkeit bewegen, 
wird die Baumwolle geöffnet, gereinigt, gekämmt, durchgezogen, ge⸗ 
sponnen, aufgerollt, abgehaspelt und gewebt. Die verschiedenen 
Maschinen greifen vollständig in einander; sie sind in dem Fabrik— 
Gebäude so aufgestellt, daß das Material von Stockwerk zu Stock 
werk mit dem geringsten Zeitverlnst weiter befördert wud. Alle 
Maschinen bewegen sich auf einmal, eine Arbeit jagt die andere; alles 
bewegt die Seele der Fabrik, die riesige Dampfmaschine im unter— 
sten Raum des Gebändes, welche mit Kohle und Wasser gespeist, 
Tag und Nacht fortarbeitet mit mehreren hundert Pferdekräften. Die 
Menschen haben dabei nichts zu thun, als die arbeitende Maschine 
zu bewachen, sie mit Material zu versehen und die kleinen und sel⸗ 
tenen Unregelmäßigkeiten zu beseitigen. Jeder, der hier arbeitet oder 
Maschinen beaufsichtigt, leistet so viel als 200 bis 300 Menschen 
vor 60 Jahren geleistet haben würden. Wenn die Nacht kommt, er⸗ 
leuchtet sich der Maschinenpallast durch Flammen, deren Glanz mit 
dem Tageslicht wetteifert. — Diese Beleuchtung wird bon einem un— 
sichtbaren Gas bewerksielligt, das man in demselben Gebände erzeugt.
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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