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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Handelsfreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

597 
es will also zum Vortheil einheimischer Producenten alle Erzeug⸗ 
nisse dieser Art vertheuern und dadurch allen Consumenten größere 
Ausgaben verursachen. Da nun Jedermann Consument ist, so muß 
auch Jedermann, nach dem Maßstabe seines Verbrauchs, die Last 
der Schutzzölle tragen; aber nicht Jeder erhält dafür einen Ersatz. 
Nur diejenigen Gewerbsleute, welche zollpflichtige Gegenstände für 
die inländische Consumtion produciren, können durch einen zwangs- 
weise erhöhten Preis ihrer Arbeit entschädigt, vielleicht sogar mit 
einem bedeutenden Gewinn beschenkt — 
zegen tragen die Last der Schutzzölle ohne irgend welche Ent— 
schädigung. 
Und die Anzahl dieser Benachtheiligten ist weit größer als 
man auf den ersten Blick glauben sollte. Sie besteht nicht nur aus 
den Rentnern, mit denen man gewöhnlich nicht biel Mitleid hat, 
obschon auch manche, wie Arbeitsunfähige, Wittwen u. s. w. dazu 
gehören, nicht, weil sie reich, sondern weil sie nur auf den Genuß 
ihrer Zinsen beschränkt sind; sie besteht aus den Beamteten und mit 
festem Lohn Angestellten, deren Besoldung trotz der erhöhten Aus- 
gabe nicht erhöht wird; aus dem Handelsstande, der nicht 
nur in eine theure Lebensweise versetzt, sondern zugleich auch 
bedroht wird, durch die Erschwerung und Verminderung des Ver— 
lehrs mit dem Auslande einen Theil seiner Geschäfte und also 
auch seiner Einnahme zu verlieren; aus allen Gewerbsleuten und 
Arbeitern, welche bei der Fabrikation für die Ausfuhr beschäftigt 
sind, aus den Tagelöhnern und Dienstboten, welche man bei deu 
steigenden Kosten für manche Bedürfnisse gewiß nicht besser bezahlen 
würde, und allen, welche vom Ackerbau oder von der Viehzucht 
leben, endlich auch aus vielen Handwerkern, denn Maurer, Zimmer— 
leute, Maler, Fleischer, Bäcker u. s. w. mit denen eine fremde Con⸗ 
rurrenz der Natur der Sache wegen nicht stattfindet, müssen mehr 
ausgeben, ohne mehr einzunehmen. Mit einem Worte, es sind viel⸗ 
jeicht neun ZSehntheile des Volkes, welche zum Vortheil eines Zehn⸗ 
theiles durch Schutzzölle besteuert werden. Das Unrecht eines solchen—- 
Zustandes tritt noch greller hervor, wenn man in das Einzelne ein 
geht. Es wird ein Ausfuhrzoll für die rohen Häute und ein Ein—
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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