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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Handelsfreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

—3598 
fuhrzoll für das Leder verlangt, alle Diejenigen also, welche Häute 
zu verkaufen haben, sollen weniger einnehmen, und alle Diejenigen, 
welche Schuhe brauchen, sollen mehr ausgeben, damit eben der Vor⸗ 
theil der einheimischen Gerber vermehrt werde. Es giebt ferner 
kaum eine armseligere Beschäftigung als das Sammeln von Lumpen, 
aber auch hier wird versucht den geringen Verdienst zu schmälern, 
um den eigenen zu erhöhen. Will doch der Papierfabrikant einen 
Ausgangszoll für den Rohstoff, um wohlfeiler einkaufen, und einen 
Eingangszoll für das Papier, um theurer verkaufen zu können. 
Auf ähnliche Weise verhält es sich mit allen Schutzbegehren. Die 
Rücksichtslosigkeit gegen die ärmeren Klassen ist darum auch ein 
ebenso verdienter als schwerer Vorwurf. Statt die Zustände der— 
—DD 
durch die möglichste Wohlfeilheit aller Bedürfnisse zu verbessern, 
soll einiger Berufsarten wegen die Verminderung des Erwerbs und 
die Theurung der Produkte künstlich erzwungen werden. 
Die merkwürdigste Seite des Schutzzollsystems besteht wohl in 
der Zubersichtlichkeit, mit welcher man die Verhältnisse des täglichen 
Verkehrs bevormundet, und in der Geduld oder Gleichgültigkeit, 
mit welcher man diese Bevormundung erträgt, und zwar in einer 
Zeit, die von der Freiheit sehr viel und sehr laut redet. 
Das Schutzzollsystem tritt auf mit dem vollständigen Verzeich- 
aisse aller beweglichen Güter und erklärt die einen als Rohstoffe, 
die nicht zum Lande hinans, und die anderen als entbehrliche oder 
Luxus-Gegenstände, die nicht ins Land hineingehen dürfen. Ich 
kann über die Grenze hin nicht kaufen und nichts verkaufen, ohne 
die Erlaubniß besonders zu bezahlen. Und alle diese Beschränkun— 
gen geschehen noch angeblich zu meinem Besten. 
So muß auch der Bauer des südwestlichen Deutschlands, im 
Angesicht der natürlichen Wohlfeilheit, welche der freie Verkehr in 
der Schweiz aufrecht erhält, die fortdauernde Vertheurung im Zoll. 
bereine doppelt empfinden; und wenn ihm dann einmal die steigen- 
den Kornpreise im Nachbarlande einen vortheilhaften Markt eröffnen, 
so wird ihm wieder von oben herab die Ausfuhr verboten. Was 
Wunder, wenn er endlich die Anhänglichkeit an die Regierung ver⸗
	        

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Magdeburger Großkaufleute. Selbstverlag der Handelskammer, 1906.
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