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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Handelsfreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

c20 
Bekanntlich haben auch die französischen Arbeiter in Paris und 
Lyon, zur Zeit als „der Schutz und das Recht der Arbeit! ein 
allgewaltiges Wort war, fremde Arbeiter vertrieben. Denn, hieß 
es, wenn man die Einen durch die Ausschließung fremder Arbeiten 
schützen muß, so wird man wohl auch Andere durch die Ausschlie— 
zung fremder Arbeiter schützen müssen. 
Und wenn am Ende der sogenannte Schutz gegen fremde Ar⸗ 
beiten und gegen fremde Arbeiter den Einheimischen einen genügen 
den Erwerb doch nicht verschaffen kann, wie eben die Erfahrung 
auf beiden Seiten des Rheinstroms lehrt, so darf man folgerichtig 
wieder eine Forderung an den Staat, d. h. an die Gesammtheit 
oder an die steuerzahlenden Bürger stellen. Aus dem Zollschutz 
der Arbeit folgt das Recht der Arbeit. Und darum sind 
die Nationalwerkstätten keine fremdartige, wurzellose Erscheinung 
und nicht blos eine Geburt des Communismus, sondern nur eins 
der letzten Glieder in der stetigen Reihe der Schutzmaßregeln. 
Wenn der Staat die natürlichen Gesetze von Kauf und Verkauf, 
von Arbeit und Lohn gelegentlich stören darf, so ist jede Grenze 
der Verpflichtungen und Ansprüche aufgehoben. Oder warum sollte 
der Staat den Verdienst der Arbeiter weniger sichern und erhöhen 
sollen als den Verdienst der Meister und Fabrikherren? 
Das ganze Schutzzollwesen ist eben in Wahrheit, so sonderbar 
es auch scheinen mag, ein naher Verwandter des Communismus; 
deide entspringen aus dem gleichen Irrthum oder Unrecht, daß es 
erlaubt sei, den Einen zu nehmen, um den Andern zu geben. 
Unser Bastiat hat zuerst diesen Zusammenhang des Schntz 
wesens und des Communismus nachgewiesen. In seiner an Herrn 
Thiers gerichteten Schrift: „Zollschutz und Communismus“ kommt 
er zu dem Resultat, daß das Schutzzollsystem reiner Conmunismus 
ist, und sogar Communismus von der schlechtesten Art. „Die Maß ˖ 
regeln jenes Systems,“ sagt er, sind zweierlei, Ausfuhrprämien und 
Einfuhrbeschränkungen. Bei den Prämien ist. die Sache ohne 
Weiteres klar; wenigstens möchte ich den sehen, welcher leugnen 
wollte, daß dieses System, consequent ausgebildet, zum absoluten 
Communismus führt. Die Bürger arbeiten unter dem Schutz der
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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