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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Handelsfreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

— 601 — 
gemeinschaftlichen Gewalt, welche, wie Sie sagen, den Auftrag hat, 
Jedem das Seine zu garantiren. Aber hier übernimmt der Staat 
mit den menschenfreundlichsten Absichten von der Welt eine ganz 
neue Aufgabe, welche, wie es mir scheint, die erste nicht nur aus— 
schließt, sondern geradezu aufhebt. Es gefällt ihm, sich zum Richter 
über die Gewinnste zu machen, zu beschließen, daß die eine Arbeit 
zu niedrig belohnt wird, die andere zu hoch; es gefällt ihm, eine 
allgemeine Ausgleichung vorzunehmen, und wie Herr Billault sagt, 
den Pendel der Civilisation von der Freiheit des Individualismus 
nach der entgegengesetzten Seite schwingen zu lassen. Demnach 
legt er auf die ganze Gemeinschaft eine Steuer, um unter dem 
Namen von Prämien denen, welche gewisse Producte ausführen, 
ein Geschenk zu machen. Er behauptet, dadurch die Industrie zu 
befördern; aber er müßte vielmehr sagen: eine Industrie auf Kosten 
aller Andern. Ich will mich nicht dabei aufhalten, zu zeigen, daß 
er die Schmarotzerpflanze auf Kosten des Fruchtbaums pflegt, aber 
ich frage Sie, wenn er einmal diesen Weg betritt, berechtigt er 
dann nicht jeden Arbeiter, auch eine Prämie zu verlangen, wenn 
er den Beweis führt, daß er nicht so viel als sein Nachbar gewinut? 
Ist es die Aufgabe des Staates, alle diese Forderungen anzuhören, 
und je nachdem sie begründet sind, ihnen Folge zu geben? Ich 
glaube es nicht; aber diejenigen, welche es glauben, müssen den 
Muth haben, diese Meinung offen auszusprechen und zu sagen: die 
Regierung ist nicht beauftragt, das Eigenthum zu garantiren, son . 
dere es auszugleichen, mit andern Worten: Es giebt kein Eigenthum. 
Ich behandle hier nur eine principielle Frage; wollte ich unsere 
Ausfuhrprämien nach ihren ökonomischen Wirkungen untersuchen, so 
würde ich leicht beweisen können, daß sie die lächerlichsten Maßregeln 
von der Welt sind; denn sie sind weiter nichts als ein Geschenk 
Frankreichs an das Ausland. Nicht der Verkäufer empfängt sie, 
sondern der Käufer, kraft desselben Gesetzes, welches Sie selbst be— 
züglich der Steuern ausgesprochen haben, daß schließlich der Con- 
sument alle Lasten trägt, weil er alle Vortheile der Produetion ge⸗ 
nießt. Auch ist es mit den Prämien sehr närrisch gegangen. Einige 
fremde Regierungen sagten sich: „Wenn wir unsere Eingangszölle
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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