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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

70 
des Anbaues, jedes Land für jede Art der Fabrikation gleich ge— 
eignet sei? 
Wenn nun aber die Naturkräfte auf verschiedenen Punkten der 
Erde verschieden, und wenn andrerseits die Menschen um so rei— 
cher sind, je mehr sie sich von jenen unterstützen lassen: so folgt 
daraus, daß die Fähigkeit zu tauschen das nützliche Mitwirken die 
ser Kräfte unabsehbar erhöht. Wenn die Menschen nicht tauschen 
könnten und sich ihr Eis unter dem Aequator, ihren Zucker unter 
den Polarkreisen selbst produciren müßten: so würden sie offeubar 
durch ungeheure Anstrengung nur das erzielen, was Hitze und 
Kälte jetzt umsonst für sie thun — eine unermeßliche Menge von 
Naturkräften würde unbenutzt bleiben. Dank dem Tausche werden 
diese Kräfte überall nützlich verwandt, wo man sie findet. Der 
Getreideboden wird mit Getreide besäet, der Weinboden mit Wein 
bepflanzt, die Küsten bewohnen Fischer, die Berge Holzhauer. 
Hier bringt man ein Rad, das zehn Menschen ersetzt, durch Was-⸗ 
ser in Bewegung, dort durch den Wind. Die Natur wird zum 
Sclaven — aber zum Selaven, den man weder zu nähren, noch 
zu kleiden, noch zu beherbergen braucht, dessen Dienstleistungen wir 
weder selbst bezahlen, noch durch Andere bezahlen lassen, der un— 
sere Börse ebenso wenig wie unser Gewissen belästigt. Dieselbe 
Summe menschlicher Anstrengungen, d. h. dieselben Dienste, der— 
selbe Werth realisirt eine immer größere Summe von Nüzilichkeit. 
Für jedes gegebene Resultat wird nur ein Theil der menschlichen 
Thätigkeit absorbirt; der andre Theil wird durch die Dazwischen⸗ 
kunst der Naturkräfte wieder disponibel gemacht, wagt sich an neue 
Hindernisse, befriedigt neue Bedürfnisse, realisirt neue Brauch- 
barkeiten. 
Die Arbeitstheilung gleicht daher nicht blos die Unterschiede 
aus, die in der Verschiedenheit der menschlichen Kräfte und Anla— 
gen begründet sind, sondern auch die natürlichen Unterschiede des 
Bodens und des Climas. In dem einen Lande begünstigt ge⸗ 
mäßigtes Clima die Manufakturarbeit, in dem andern ein heißes 
Clima die Erzeugung von Colonialwaaren. Die auf solchen na— 
türlichen Verhältnissen beruhende internationale Arbeitstheilung führt
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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