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Vorschule der Volkswirthschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Vorschule der Volkswirthschaft

Monograph

Identifikator:
1891241699
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236791
Document type:
Monograph
Author:
Robolsky, Hermann http://d-nb.info/gnd/117533610
Title:
Vorschule der Volkswirthschaft
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Otto Foerster
Year of publication:
1862
Scope:
764 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Der Werth und das Eigenthum
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Vorschule der Volkswirthschaft
  • Title page
  • Die Natur und die menschliche Arbeit
  • Die Arbeitstheilung und ihre Grenzen
  • Der Werth und das Eigenthum
  • Die Concurrenz und der Preis
  • Die Arbeit und ihr Lohn
  • Der Capitalgewinn und der Wucher
  • Das Grundeigenthum und die Grundsteuer
  • Das Geld
  • Der Credit und die Banken
  • Die Capital-Association
  • Die Arbeiter-Associationen
  • Die Gewerbefreiheit und die Freizügigkeit
  • Die Handelsfreiheit
  • Die Theilbarkeit des Bodens
  • Das Bevölkerungsgesetz
  • Die Pflege der Armuth
  • Die Staatseinnahmen
  • Contents

Full text

größern oder geringern Nützlichkeit eines Gegenstandes an sich der 
Werth abhängt, so wenig die Größe der Anstrengung und die des 
Werthes in Proportion stehen. Der Werth richtet sich ebenso sehr 
nach der Arbeit, welche dem Empfänger erspart wird, als nach der— 
jenigen, welche der Ueberlasser aufwendet. Beide Contrahenten hal ⸗ 
ten den Blick auf die Schwierigkeit für den Empfänger, sich die 
ihm angebotene Befriedigung unmittelbar zu verschaffen, gerichtet, 
und tragen dieser Schwierigkeit Rechuung. Die Mühe, die der 
Ueberlasser hatte, kommt nicht in Betracht. Darum ist die Be— 
hauptung ungenau, daß der Werth durch die aufgewandte Arbeit 
bestimmt werde. Eine Menge von Rücksichten, welche alle das Wort 
„Dienstleistung“ umschließt, bestimmt ihn. 
Eins unter den Bedürfnissen, denen uns unsere Leibesbeschaffen. 
heit unterwirft, ist das der Nahrung; und eins der zu seiner Be— 
friedigung geeignetsten Dinge ist das Brod. Wollte ich mir dieses 
selbst bereiten, so müßte ich mich einer unendlich viel zusammen- 
gesetzteren Arbeit unterziehen, als mir die Nothwendigkeit des Wasser— 
holens auferlegt. Ist aber auch die Gesammtheit von Anstrengungen, 
die ich zur Verfolgung meines Zweckes nach einander mache, 
noch so verwickelt, so ist doch jede einzelne für sich genommen ebenso 
einfach, als die Arbeit des Wasserschöpfens. Wenn Andere mir 
meine Bemühungen ersparen, so sind dies ebensoviel Dienstleistun⸗ 
gen, die ich empfange, und sie zusammen, verglichen mit den- 
jenigen, durch welche ich sie erwiedere. machen den Werth des 
Brodes aus. 
Wenn man sagt, ein Brod kostet einen Groschen, und ein guter 
Buchführer diesen Werth zerlegen wollte, so würde er, allerdings 
aus sehr verwickelten Geschäftsvorgängen heraus, doch alle die Dienst— 
leistungen wieder auffinden, die zur Broderzeugung beitrugen, alle 
die, welche dem Käufer und Verzehrer desselben eine Mühe ersparen. 
Er wird zuerst auf den Bäcker stoßen, der Ig dabon zurückbehält, 
und von diesem den Maurer bezahlt, der seinen Ofen gebaut 
hat, den Holzhauer, der sein Holz klein gemacht hat ꝛc.; dann kommt 
der Müller, der nicht blos die Bezahlung seiner eigenen Arbeit 
empfängt, sondern auch noch um den Steinbrecher zu bezahlen, der
	        

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Vorschule Der Volkswirthschaft. Verlag von Otto Foerster, 1862.
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