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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

170 
genau dem Inhalte eines Völkerrechtssatzes entspricht. Jede 
Rechtsverwandlung, um das Wort einmal auf objektives Recht 
anzuwenden, schliesst den Begriff der Rechtsreception aus. Es 
ist schlechterdings unzulässig, obgleich zum Schaden einer scharfen 
Erkenntniss der wirklichen Sachlage vielfach üblich, als „Auf- 
nahme‘ oder „Aneignung“ oder „Einverleibung‘“ völkerrechtlicher 
Normen durch die Staatsgesetzgebung ganz allgemein jenen 
Vorgang zu bezeichnen, bei dem der Staat, einer kraft Völker- 
rechts ihm obliegenden Pflicht gehorchend oder in freier Ent- 
schliessung zur Förderung „internationaler“ Aufgaben, Rechtssätze 
internationalrechtlichen Charakters — um sie vorläufig so zu be- 
zeichnen — ergehen lässt. Denn zumeist sind diese Sätze als 
Befehle oder Gewährungen an Individuen gemeint, folglich 
zweifellos keine reinen Reproduktionen völkerrechtlicher Regeln, ') 
Wie ist aber von diesem strengen Standpunkte aus überhaupt 
von einer Reception der fraglichen Art zu sprechen? Es wäre 
in der That unmöglich, wenn die staatliche Rechtsordnung sich 
mit ihren Sätzen nur an Individuen wenden würde. Das ist nun 
bekanntlich nicht der Fall. Sowie der Staat in die Lage kommt, 
verbindliche Regeln für Gemeinschaften zu erlassen, die ent- 
weder selbst Staaten oder doch wegen ihrer Eigenschaft als 
Gesamtpersonen diesen Völkerrechtssubjekten verwandt sind, so- 
fort ist es denkbar, dass er sich für die Bildung des Rechts, das 
er ihnen bestimmt, Sätze des Völkerrechts zum Muster nimmt. 
Ja es ist nicht mehr als natürlich, wenn er sich zur Regelung 
der Beziehungen solcher ibm unterworfenen Gemeinschaften 
innerhalb gewisser Grenzen unmittelbar nachahmend an 
die Normen des Rechtskreises hält, dessen Satzungen annehm- 
barer Weise für diese Gemeinschaften gelten würden, wenn sie 
seiner Gesetzgebungsgewalt nicht unterworfen, auf sich allein 
gestellt und daher einer völkerrechtlichen oder ähnlichen Normirung 
ihrer gegenseitigen Verhältnisse bedürftig wären.. 
Aus diesen Gründen ist denn der nächstliegende und wich- 
tigste Fall, mit dem wir es zu thun haben, die Reception von 
1) Auch durch die „Einführung“ der „überstaatlichen Kollisionsnormen“ in 
Jas „innerstaatliche internationale Privatrecht‘ macht der Staat nicht Völkerrecht 
zu Landesrecht; so Zitelmanna.a. 0.58. 74f., 196 u. ö. Da aber Z. selbst auf’s 
Sorgfältigste erörtert hat, dass die völkerrechtlichen Normen zwischen Subjekten 
anderer Art gelten und gelten müssen als die innerstaatlichen, so handelt es sich 
hier bei ihmnur um einen ungenauen Ausdruck, nicht um eine falsche Anschauung.
	        

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Die Freiwilligen Sozialen Fürsorge- U. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel U. Industrie Im Deutschen Reiche. Carl Marhold Verlagsbuchhandlung, 1913.
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