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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

348 
der Verbrecher gefährdet die Sicherheit seines Staats, sondern 
dieser würde sich selbst gefährden, wenn er die Norm und das 
Strafgesetz ungesetzt liesse. Das Delikt läuft gegen ein vom 
Staate geschütztes „ausländisches“ Rechtsgut. Die Norm, welche 
dieses schützt, wird auf Grund völkerrechtlichen Gebots erlassen, und 
das Strafgesetz schliesst sich zu dem doppelten Zwecke daran, 
der Norm durch die Strafdrohung den gebührenden Nachdruck 
zu verleihen und den Staat zu befähigen, seiner völkerrechtlichen 
Sühnepflicht zu genügen. 
Aufs schärfste hebt sich nun von der Haftung des Staats 
für die Thaten der Individuen als solcher seine Haftung für das 
Verhalten derjenigen Subjekte ab, deren Thun und Lassen er als 
das seinige gelten lassen muss. Hier ruht seine Haftpflicht nicht 
auf sachlicher, sondern auf persönlicher Grundlage; nicht seine 
besondere Beziehung zur That, sondern zum Handelnden macht 
ihn verantwortlich. Daher denn hier keine Beschränkung auf 
Vorkommnisse in seinem territorialen Machtbereiche. Daher auch 
kein Unterschied in der Begründung der Haftung auf Reparation 
Strafrecht 5. Aufl. S. 597. — Der Bundesbeschluss vom 18. August 1836 (s. 
oben 5. 195 Note 1) verlangte, dass jedes Unternehmen gegen Existenz, Inte- 
grität, Sicherheit, Verfassung des Deutschen Bundes von den Bundesstaaten 
ebenso bestraft werde wie die „gleiche“ gegen diese als Hochverrath u. 8. w. 
gerichtete Handlung. Da der Beschluss dies auf die — gewiss unrichtige — Be- 
hauptung gründete, die Bundesverfassung sei „nothwendiger Bestandtheil“ jeder 
Einzelstaatsverfassung, so bat auch die Theorie die von den deutschen Straf- 
gesetzen pönalisirten „Verbrechen gegen den Deutschen Bund“ meist als 
Verbrechen gegen den eigenen Staat betrachtet. S. Heffter, Lehrbuch des 
gem. deutschen Strafrechts. 6. Aufl. Braunschweig 1857. S. 163 Note 5; 
Zachariae, Archiv des Criminalrechts. N. F. 1552 S. 47; Lammasch, 
a. a. 0. 8. 436 u. A. Gleichwohl war der Angriff gegen die‘ Bundesver- 
fassung ein. Angriff gegen den völkerrechtlichen Verein als solchen, und La- 
band, Staatsrecht 3. Aufl. I S. 129 hat Unrecht, wenn er einen Unterschied 
zwischen dem ehemaligen Bundesrecht und dem Art. 74 der R V. trotz dessen 
Anlehnung an die Fassung des Bundesbeschlusses von 1836 darin findet, dass 
damals Angriffe gegen den Bund als Verrath gegen den Einzelstaat, nach 
Art. 74 aber Angriffe gegen das Reich s o wie Verrath gegen den Kinzelstaat zu 
bestrafen gewesen seien. Hierin waren Bundes- und Reichsrecht ganz gleich. 
S. aber oben S. 195f. Richtig Heinze, Erörterungen S. 53; v. Seydel, 
Commentar. 2. Aufl. S. 403 (dieser freilich mit unrichtiger Begründung).
	        

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Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
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