Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Völkerrecht und Landesrecht

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

395 
ist überall da als widerlegt zu erachten, wo der Repräsentativ- 
staat für die Fortbildung des Rechts ein Gesetz (im konstitutio- 
nellen Sinne) verlangt. 
Das wird nun sehr wichtig, wenn es sich darum handelt, zu 
deuten, welche staatlichen Rechtssätze durch die blosse Publi- 
kation eines Staatsvertrags entstanden sind. Es ist keines- 
wegs von vornherein gewiss, dass durch dies Verfahren alles zu 
Landesrecht geworden ist, was nach dem Vertragstexte dazu 
werden dürfte. Ja, oft genug ist das Gegentheil selbstverständ- 
lich. Wollte man mit der Redensart, der „Vertrag“ werde durch 
seine Veröffentlichung zu staatlichem Rechte, wirklich Ernst 
machen, so käme man manchmal zu wunderbaren Ergebnissen. 
Ein Handelsvertrag des Deutschen Reichs bestimmt z. B.: „es dür- 
fen in den Städten Aceisegebühren für den Verbrauch ausländischer 
Getränke und Esswaaren u. s. w. erhoben werden“.!) Wird dieser 
Satz zu einer reichsrechtlichen .„Erlaubniss“ an die deutschen 
Gemeinden zur Besteuerung der fraglichen Waaren? Wäre es 
der Fall, so würden dadurch alle Landesgesetze, die solches 
Steuerrecht den Gemeinden versagen, aufgehoben, der künftige 
Erlass entsprechender Verbotsgesetze nichtig sein! Man braucht 
die Frage nur aufzuwerfen, um sie zu verneinen. Oder der Ver- 
trag gewährt den Befehlshabern unserer Kriegsfahrzeuge gewisse 
Anhaltungs- und Durchsuchungsrechte.?) Werden sie zu gesetz- 
lichen Rechten, die durch keine administrative Instruktion 
eingeschränkt werden dürften? Es ist wiederum klar, dass davon 
keine Rede sein kann. Unser Reichskonsularrecht, um ein be- 
sonders wichtiges Beispiel zu geben, lässt Konsulargerichtsbarkeit 
bestehen, wo ihre Ausübung durch Herkommen oder durch Staats- 
vertrag gestattet ist; der einzelne Konsul ist aber hierzu nur 
kraft spezieller Ermächtigung des Reichskanzlers befugt.?) Wenn 
nun ein späterer Konsularvertrag schlechthin unseren Konsuln 
in bestimmtem Lande die Gerichtsbarkeit zuspricht, soll da wirk- 
lich die Publikation des Vertrags bewirken, dass die allgemeine 
1) S. z. B. Handelsvertrag mit Rumänien v. 21. Oktober 1893 (RG Bl. 
1894-8. 1) Art. 12 Abs. 3, . 
2) Brüsseler Antisklavereiakte vom 2. Juli 1890 (RGBl. 1892 S. 605) 
Art. 42ff. 
3) Reichsgesetz über die Konsulargerichtsbarkeit vom 10. Juli 1879, 
88 1, 5.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Völkerrecht Und Landesrecht. Mohr Siebeck, 1907.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.