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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

426 
wird es beikommen zu sagen, der Kaiser sei gesetzlich verpflichtet, 
den amerikanischen Konsuln in Gemässheit des Konsularvertrags 
vom 11. Dezember 1871!) das Exequatur zu ertheilen, weil der 
im Reichsgesetzblatte püblizirte Vertragstext solche Verpflichtung 
enthält.?) Aber ebensowenig sollte man behaupten, dass die 
blosse Publikation von Handelsverträgen, in denen sich die 
Reichsregierung zur Unterlassung von Ein- oder Ausfuhrverboten 
zu Ungunsten des anderen Theils verbindlich macht, den nach be- 
stehendem Zollrechte zur Vornahme solcher Prohibitivmaassregeln 
kompetenten Organen das dem Vertrage entsprechende gesetz- 
liche Verbot entgegenhalten solle. Die „formelle Gesetzes- 
kraft“ solcher Verträge wäre m. E. der allerletzte Grund, der 
uns nöthigen würde, die mit Zustimmung des Bundesraths er- 
lassene kaiserliche Verordnung, betreffend das Verbot der Aus- 
fuhr von Streu- und Futtermitteln vom 4. Juli 1893 als reichs- 
rechtlich nichtig zu betrachten, obschon ihr Widerspruch zu 
mehreren Handelsverträgen nicht wohl geleugnet werden kann.) 
1) RGBL 1572 8, 93. ; 
2) Wenn die Elbschiffahrtsakte vom 23. Juni 1821, in der die Kontra- 
henten die Unterhaltung gewisser Anlagen zusicherten, in den Gesetzblättern 
der einzelnen Staaten publicirt wurde, so entstand dadurch keineswegs eine 
Jlandesrechtliche Pflicht des Staats zu jenen Leistungen. Richtig Entsch. 
d. Reichsgerichts in Civils. XXXVI 8. 183ff. 
3) Die Gültigkeit dieser vielangefochtenen Verordnung wird uur von 
Arndt, Annalen des Deutschen Reichs. 1895. S. 181 ff. zugegeben, aber aus 
anderem als dem im Texte erwähnten Grunde, Im Uebrigen hat sich, so viel 
ich sehe, die gesamte Litteratur, im Banne des Dogmas von der „formellen 
Gesetzeskraft“ publicirter Verträge, gegen die Gültigkeit erklärt, S. nament- 
lich Stoerk, Archiv f. öff. Recht IX S. 23£.; Laband I S. 636 Note 2; 
Heilborn, Archiv f. öff. Recht XII S. 199; v. Seydel, Commentar 2. Aufl, 
S. 232. (Von der hier einschlagenden verfassungsrechtlichen Frage über 
das Verordnungsrecht bezüglich der Ein- und Ausfuhrverbote kann ich ab- 
sehen.) — Völlig unbegreiflich ist es aber, wenn man der „formellen Gesetzes- 
kraft“ des publicirten Vertrags sogar die Wirkung zuschreibt, dass 
nunmehr der Regierung Dinge verboten seien, die weder der Vertrag, 
noch das bisherige Landesrecht untersagt. So erklärt Delius, Böhm’s 
Zeitschr. V S. 529, Goltdammer’s Archiv XLVI S. 24 Note 7 zwei Recipro- 
citätserklärungen, durch welche die Reichsregierung der Schweiz die Aus- 
lieferung wegen mehrerer im Vertrage von 1874 nicht vorgesehener Delikte 
zugestand (s. Böhm’s Zeitschr. III S. 467; Goltdammer’s Archiv XLIIT S. 165 
Anm. *) schon deshalb für nichtig, weil die Auslieferung wegen der nicht im 
Vertrage aufgeführten Verbrechen verboten sei! Aehnliche Irrthümer sind 
häufig genug.
	        

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Agricultural Relief. Gov. Pr. Off., 1928.
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