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Völkerrecht und Landesrecht

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Bibliographic data

fullscreen: Völkerrecht und Landesrecht

Monograph

Identifikator:
189206295X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239471
Document type:
Monograph
Author:
Triepel, Heinrich http://d-nb.info/gnd/117417920
Title:
Völkerrecht und Landesrecht
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr Siebeck
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 452 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Völkerrecht und Landesrecht
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Völkerrecht und Landesrecht als Gegensätze
  • Zweites Kapitel. Das Verhältniss der Rechtssätze
  • Drittes Kapitel. Das Verhältniss der Rechtsquellen
  • Sachregister

Full text

76 
bestehendes Völkerrecht in Landesrecht. Um das Gesagte zu- 
sammenzufassen: der Inhalt des Gemeinwillens, nämlich das für 
die ihn bildenden Einzelwillen geltende Recht, ist Recht in dem- 
selben Augenblicke, in dem der Gemeinwille selbst vollendet ist. 
Nicht die Erklärung des Gemeinwillens, sondern die gegenseitige 
Erklärung der zu ihm zusammenfliessenden Einzelwillen erzeugt 
den Rechtssatz. Darum ist es auch weder nöthig, noch zulässig, diesen 
Rechtssatz als Willensäusserung einer aus den Staaten zusammen- 
zeseizten, irgendwie als Verein oder sonst als Einheit vorge- 
stellten Staatengemeinschaft oder eines Staatensystems auf- 
zufassen '), eine Anschauung, der offenbar, wenn auch nicht immer 
klar erkannt, die Idee zu Grunde liegt, es müsse jeder Rechtssatz, 
dem Normalfalle der Gesetzgebung entsprechend, aus einer be- 
zonderen Willensaktion eines von den Einzelwillen geschiedenen, 
schon fertigen Gesamtwillens entspringen. ?) 
1) Hälschner, Eberty’s Zeitschr. f. volksthüml. Recht. I. (1844) S. 56 ff. 
und neuerdings in besonders scharfer Zuspitzung Beling, Exterritorialität 
3. 9, 12f. Ferner Creasy, First Platform of International Law. London 
1876. p. 70. Anklänge daran auch bei v. Holtzendorff in HH I. S. 83 und 
passim. Nicht unbedenklich Jellinek, System S. 309f. Der Gedanke der 
Sivitas maxima, der einst eine so grosse Ralle spielte. ruht ganz auf dem- 
3elben Grunde. 
2) Bergbohm’s Bemerkung, das Völkerrecht gelte nicht über , sondern 
zwischen den Staaten (Staatsverträge S. 20, s. auch Jurisprudenz u. Rechts- 
philosophie I. S. 453, Note 33), könnte ich unterschreiben, wenn damit nicht 
mehr als hier im Texte gesagt sein sollte, dass das Völkerrecht der Ver- 
ainbarung zwischen den Staaten, nicht dem Ausspruche einer über ihnen 
stehenden besonderen Macht sein Leben verdanke, dass es blos Rechtssatz, 
nicht Gesetz sei, (womit ich nicht sagen will, dass ich Bergbohms Gesetzesbegriff, 
ebenda S, 20 ff., 52 ff., annehmbar finde). Aber nicht zugeben kann ich, dass 
hieraus folgen müsse, dieses Recht selbst sei keine Macht „über“ den Staaten 
in dem Sinne, in dem jedes Landesrecht eine Macht „über‘“ den Staatsgenossen 
zei. Wäre es das nicht, so wäre es eben kein Völkerrecht. Vergl. hierzu be- 
zonders Fricker, Noch einmal das Problem des Völkerrechts, Zeitschr. f. d. 
zes. Staatswiss. XXXIV. S. 375 ff, 379f.; auch Geffcken bei Heffter, 
Völkerrecht, S. 4; Problem des Völkerrechts, Nord u. Süd XI. S. 222. Wo- 
rauf Bergbohms Ansicht im letzten Ende hinausläuft, darüber sofort. Das, was 
Nippold (a. a. 0. S. 3f., 36) zu Gunsten Bergbohms sagt, ist gänzlich be- 
langlos, ebenso wie seine sehr — lebhafte Polemik gegen Fricker (S. 65 ff). 
Man wende nur nicht ein, ein Völkerrecht „über“ Staaten stehe im Wider- 
spruche mit ihrer „Souveränetät‘“, Wäre das der Fall, dann würde es die 
höchste Zeit sein, an eine noch gründlichere Revision dieses berüchtigten 
Begriffs zu gehen, als er sie schon in neuerer Zeit von berufenen Händen er-
	        

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The Federal Reserve Act (Approved December 23, 1913) as Amended to March 4, 1931. United States Government Printing Office, 1931.
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