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Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 1)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892065975
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236173
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Volume count:
Bd. 5, Hälfte 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1894
Scope:
XIII, 358 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Weiterbildung der religiösen Ideen, soziale Revolution
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Vierzehntes Buch. Erstes Kapitel. Die habsburgische Hausmacht unter Kaiser Maximilian I. ; Königtum und ständischer Föderalismus
  • Zweites Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Wandlungen vom 14. zum 16. Jahrhundert
  • Drittes Kapitel. Entwicklung der individualistischen Gesellschaft
  • Viertes Kapitel. Erste Blüte individualistischen Geisteslebens
  • Fünfzehntes Buch. Erstes Kapitel. Religiöse Bewegung ; Luther
  • Zweites Kapitel. Weiterbildung der religiösen Ideen, soziale Revolution

Full text

Weiterbildung der religiösen Ideen, soziale Revolution. 333 
haßter erschien ihr der Städter im gesellschaftlichen Wettbewerb 
um die aristokratische Führung der Nation. Im Jahre 1521 
zärte es überall; die schwäbischen Adligen planten ihren Austritt 
zus dem fürstenfreundlichen schwäbischen Bunde; die Ritter— 
schaft am Mittel- und Oberrhein hatte Sickingen in Landau 
zum Hauptmann ihrer neuen „brüderlichen Vereinigung“ ge— 
wählt und erwartete voll Spannung die weiteren Maßregeln 
ihres Hauptes. 
Sickingen hatte auf Seite Karls V. am Kriege gegen 
Frankreich teilgenommen. Aber der Kampf hatte ihm nur 
Verlust und Enttäuschung gebracht. Jetzt zog er heimwärts 
mit müßigen Truppen. Lag es nicht nahe, diese für die Frei⸗ 
heit des Adels im Kampf gegen die fürstliche Geistlichkeit ein— 
zusetzen? Einen Anfang zu machen mit dem großen Gedanken 
der Säkularisation geistlichen Gutes? Die Idee hatte Sickingen 
und seine Kreise schon früher beschäftigt; möglich, daß sie jetzt 
hbon neuem, nun praktisch verwendbar, auftauchte. Freilich, 
über den innersten Beweggründen Sickingens in diesem Augen— 
hlick, da er dem Reich die Treue brach, lagert nicht minderes 
Dunkel, wie über dem entsprechenden Momente im Leben 
Wallenfteins, des zweiten großen Condottieres der deutschen 
Beschichte. Es waren treulose Erwägungen, ungewohnt dem 
deutschen Gemüt, ungewohnt auch dem Geschichtschreiber, der 
sie nachzudenken die Pflicht hat. 
Sickingen schien sich anfangs gegen Worms oder Speier 
wenden zu wollen, schließlich brach er gegen das Kurfürstentum 
Trier los, gegen das er wegen Rechtsverweigerung im einzelnen 
gerechte Beschwerde hatte. Am 27. August 1522 sagte er die 
Fehde auf, am 8. September erschien er vor der Stadt Trier 
— DD schweren antichrist⸗ 
lichen Gesetz der Pfaffen zu erlösen und zu christlicher Freiheit 
zu bringen“. Allein die Bürger hörten ihn nicht, und der 
Erzbischof Richard von Greifenclau, ein hochgemuter und 
kriegerischer Herr, zwang ihn, das Feld zu räumen; unter ent⸗ 
sfetzlichen Verwüstungen zog er sich ins untere Nahethal, den 
Hauptsitz seiner Macht, zurück.
	        

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Deutsche Geschichte. Gaertner, 1894.
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