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Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 1)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892065975
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236173
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Volume count:
Bd. 5, Hälfte 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1894
Scope:
XIII, 358 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Weiterbildung der religiösen Ideen, soziale Revolution
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 1)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Vierzehntes Buch. Erstes Kapitel. Die habsburgische Hausmacht unter Kaiser Maximilian I. ; Königtum und ständischer Föderalismus
  • Zweites Kapitel. Wirtschaftliche und soziale Wandlungen vom 14. zum 16. Jahrhundert
  • Drittes Kapitel. Entwicklung der individualistischen Gesellschaft
  • Viertes Kapitel. Erste Blüte individualistischen Geisteslebens
  • Fünfzehntes Buch. Erstes Kapitel. Religiöse Bewegung ; Luther
  • Zweites Kapitel. Weiterbildung der religiösen Ideen, soziale Revolution

Full text

Weiterbildung der religiösen Ideen, soziale Revolution. 335 
Es war das Ende der ritterlichen Revolution am Rheine. 
Und inzwischen war auch der fränkische Adel zu Paaren ge— 
trieben worden, der im Einverständnis mit Sickingen unter 
der Führung des ritterlichen Räubers Thomas von Absberg 
aufgestanden war. Der schwäbische Bund, diese fürstliche Ver— 
tretungsgewalt des Reiches im Süden, hatte sich seiner an— 
genommen; trotzdem, daß der Adel sich an die Vermittlung 
des Reichsregiments wandte, ließ er seine Truppen gegen ihn 
marschieren und brach im Verlauf weniger Wochen gegen zwei 
Dutzend seiner schlecht verteidigten Burgen. 
Es war das Siegel auf die gänzliche Unterdrückung der 
sozialrevolutionären Bestrebungen des Adels; vergebens hatte 
der führende Stand des platten Landes auf gewaltsamem Wege 
eine Besserung seiner Lage erstrebt. Die Sieger aber waren 
auf allen Punkten die Fürsten: sie, nicht mehr das Reich und 
das Reichsregiment bestimmten den inneren, sozialen Gang der 
Entwicklung. 
Konnten nun die Fürsten, da sie einzeln oder in lockeren 
je nach Gelegenheit geschlossenen Bündnissen ihre Interessen 
aufs beste zur Geltung brachten, noch das Bestreben haben, 
am Reichsregiment als ihrer ständigen, in schwerfälligen Formen 
arbeitenden Vertretung festzuhalten? Schon im Mai 1528 
waren die fürstlichen Sitze im Reichsregiment zumeist leer ge— 
blieben, nur der Kurfürst von Mainz war noch vertreten. Am 
10. Juli ließ sich auch Pfalzgraf Friedrich, der Vorsitzende, 
nicht mehr halten; mißmutig reiste er ab. Funktionierte das 
Reichsregiment trotzdem noch weiter, so zeigte sich doch auf 
dem Reichstag zu Nürnberg im Anfang des Jahres 1524, daß 
es nirgends mehr unter den Fürsten Anhang besaß; der Pfalz⸗ 
graf konnte seine unmittelbare Auflösung vorschlagen, ja man 
ließ es ihm zu, daß er seine alten Rechte als Vikar des 
Reiches während der Zeit der Abwesenheit des Kaisers betonte. 
Kein Zweifel: den Fürsten wäre der gänzliche Verfall der einst von 
ihnen mit soviel Ernst ertrotzten Behörde recht gewesen; sie sahen 
ihre Interessen in gegenseitiger freier Vereinigung besser gewahrt.
	        

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Deutsche Geschichte. Gaertner, 1894.
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