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Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892066122
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236166
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Volume count:
Bd. 5, Hälfte 2
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1895
Scope:
XV, S. [359]-767
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Sechzehntes Buch. Erstes Kapitel.Die naturalwirtschaftliche Reaktion, das Reich und die Territorien in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 2)
  • Title page
  • Contents
  • Fünfzehntes Buch. Drittes Kapitel. Kirchliches und politisches Reifen des Protestantismus
  • Viertes Kapitel. Kämpfe der Protestanten und der revolutionären Fürsten gegen den katholisch-absolutistischen Kaiser; Augsburger Reichstag und Religionsfriede des Jahres 1555
  • Sechzehntes Buch. Erstes Kapitel.Die naturalwirtschaftliche Reaktion, das Reich und die Territorien in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts
  • Zweites Kapitel. Niederländischer Aufstand; Gründung der nord-niederländischen Republik
  • Drittes Kapitel. Protestantismus und Gegenreformation im Reiche bis zur Sprengung des Reichstages im Jahre 1608
  • Viertes Kapitel. Union und Liga. dreißigjähriger Krieg, westfälischer Friede

Full text

504 Sechzehntes Buch. Erstes Kapitel. 
beteiligt hatte, bald die Vernichtung; schon um die Mitte des 
16. Jahrhunderts äußert sich ein vorurteilsloser Berichterstatter 
über das Verhältnis der pommerschen Gutsherren zu den Bauern 
mit den Worten: „Itzund deit men, wat men will“l. Woher 
dieser Umschwung? 
Der Adel der Kolonialgebiete war von jeher auch wirt— 
schaftlich anders charakterisiert gewesen, als der mutterländische. 
Er hatte früh schon verhältnismäßig viel Land selbst gebaut, 
hatte niemals bloß von Naturalleistungen seiner Untergebenen 
gelebt; wie wäre diese Art des Unterhalts unter den freien 
und gering zinsenden Bauern der Siedlungsperiode denkbar 
gewesen? Und einmal wirtschaftlich thätig, hatte er sich ge— 
legentlich auch den bürgerlichen Geschäften der Kaufmannschaft 
zugewandt. Daneben freilich war er vor allem Ritter, d. h. Krieger 
gewesen, und aus seinem reisigen Leben war ihm nicht bloß Ein— 
fluß, sondern auch reicher Erwerb zugeflossen. Aber in dieser 
Hinsicht trat nun seit Verlauf des 15. Jahrhunderts eine Ande— 
rung ein. Die Zeiten wurden, soweit kleine Fehden zu führen 
waren, unter dem zunehmenden Walten der Landesfürsten immer 
friedlicher; im großen Kriege aber wurde das Ritterheer durch 
Söldner zu Fuß ersetzt. Und auch die Kaufmannschaft versagte 
bei dem engeren Abschluß der Städte vom platten Land. So 
blieb die Landwirtschaft als Grundlage des Unterhalts übrig; 
der Edelmann wurde Krautjunker. Bedingte dieser Umschwung 
schon den Versuch, die bäuerlichen Unterthanen der neuen 
Lebensweise dienstbar zu machen, so wurde die Neigung hierzu 
durch weitere Momente verstärkt. Die Vermehrung der Ge— 
schlechtszugehörigen von Generation zu Generation trieb zur 
Teilung der Güter, die Reformation beseitigte die vielen Pfründen, 
in denen man Nachgeborene des Hauses untergebracht hatte: 
da mußte durch neuen Landerwerb und straffere Bewirtschaftung 
geholfen werden. Konnte man nun aber Land aus den Säkulari⸗ 
sationen des Kirchengutes, hier und da, z. B. in Pommern, 
auch aus der Zerschlagung fiskalischen Besitzes sowie durch 
1 Normann bei Fuchs S. 63.
	        

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Deutsche Geschichte. Gaertner, 1895.
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