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Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892066122
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236166
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Volume count:
Bd. 5, Hälfte 2
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1895
Scope:
XV, S. [359]-767
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Union und Liga. dreißigjähriger Krieg, westfälischer Friede
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Deutsche Geschichte (Bd. 5, Hälfte 2)
  • Title page
  • Contents
  • Fünfzehntes Buch. Drittes Kapitel. Kirchliches und politisches Reifen des Protestantismus
  • Viertes Kapitel. Kämpfe der Protestanten und der revolutionären Fürsten gegen den katholisch-absolutistischen Kaiser; Augsburger Reichstag und Religionsfriede des Jahres 1555
  • Sechzehntes Buch. Erstes Kapitel.Die naturalwirtschaftliche Reaktion, das Reich und die Territorien in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts
  • Zweites Kapitel. Niederländischer Aufstand; Gründung der nord-niederländischen Republik
  • Drittes Kapitel. Protestantismus und Gegenreformation im Reiche bis zur Sprengung des Reichstages im Jahre 1608
  • Viertes Kapitel. Union und Liga. dreißigjähriger Krieg, westfälischer Friede

Full text

Union und Liga, dreißigjähriger Krieg, westfälischer Friede. 757 
fühl persönlichen Dranges Wege des Friedens zu wandeln, 
vielmehr ward er dazu erst mittelbar, durch den Druck der 
deutschen Reichsstände veranlaßt. Sehr begreiflich. Die kaiser— 
lichen Erblande, wenigstens in dem weitaus bedeutendsten süd— 
ostlichen Komplex, fühlten die Last des Krieges am wenigsten; 
in furchtbarer Weise dagegen unterlagen ihr die teilweis völlig 
wehrlosen Stände fast aller anderen Teile des Reiches. Ihre 
Länder bildeten fast ohne Unterbrechung ein zusammenhängendes 
Kriegstheater; sie erschienen sich vielfach mit Recht als die 
Opfer der kaiserlichen und der französisch-schwedischen Politik. 
An wen sollten sie sich nun in dieser Not wenden, wenn nicht 
an Kaiser und Reich? Gewiß, das Reich war dermalen fast 
zu einem leeren staatsrechtlichen Begriffe oder höchstens zu einem 
losen Haufen in Widerspruch befindlicher staatsrechtlicher Be— 
ziehungen geworden; deutlich hat es der schwedische Diplomat 
Chemnitz im Jahre 1640 in einer Aufsehen erregenden Schrift 
in diesem Sinne geschildert. Aber ließ sich aus seinen Trümmern 
heraus nicht an einen, wenn auch nur notdürftigen Friedens— 
aufbau denken? Oder, wenn dies nicht mehr möglich war, 
war es dann nicht besser, mit den Resten einer mittelalterlichen 
Verfassung aufzuräumen, die den Menschen und Zeiten nicht 
mehr gewachsen war? Eben dies schlug Chemnitz vor; an 
Stelle der monströsen Staatsbildung sollte ein in den Be— 
ziehungen seiner Mitglieder untereinander klarer Staatenbund 
treten: es war eine Idee, der vom monarchischen Standpunkte 
aus schon Karl V. einmal nachgegangen war, die aber jetzt von 
den Radikalen vertreten ward, während die meisten Reichsstände, 
konservativ gesinnt, soweit als möglich eine Rekonstruktion er— 
strebten. 
Wie aber auch die Reichsstände im Einzelnen dachten: Unzu— 
friedenheit mit dem Bestehenden, Drang nach Ordnung und Friede 
herrschten überall. Und der Kaiser konnte sich dieser Stimmung 
nicht mehr entziehen, wollte er nicht den radikalen Strömungen 
die Thore öffnen; darum fügte er sich einer von den Reichsständen 
ausgehenden dringlichen Aufforderung und berief zum Jahre 1640 
einen Reichstag nach Regensburg. Es ist der Tag, von dessen
	        

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Deutsche Geschichte. Gaertner, 1895.
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