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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

622 Einundzwanzigstes Buch. Drittes Kapitel. 
„dat se bliven up ewig tosamede ungedeelt““. Es war ein 
Verhältnis, das in dieser staatsrechtlich höchst verzwickten Form 
nur geschaffen werden konnte, weil man an der gemeinsamen 
Entwicklungsgrundlage der deutsch-dänischen Kultur in dem 
zentralen Nordgebiete Mitteleuropas nicht zweifelte und sie 
darum unbewußt mit in Rechnung stellte. Dann war das 
oldenburgische Königshaus Dänemarks in zwei Linien aus— 
einandergefallen, eine ältere glückstadtische, die im Besitz der 
Königskrone blieb, und eine jüngere, gottorpische, die in den 
Herzogtümern Schleswig und Holstein heimisch wurde und hier 
eine mehr oder minder selbständige fürstliche Herrschaft be— 
gründete. War damit schon ein neuer Keim für Übel 
gegeben, so wurde die Lage in gewissem Sinne noch mehr 
oerschärft durch die Versuche der Dänenkönige, über Schleswig⸗ 
Holstein hinaus südwärts vorzudringen; im Dreißigjährigen 
Kriege haben sie nach fetten norddeutschen Bistümern, Bremen, 
Verden, Halberstadt, gegriffen; und noch später blieb es ihr 
Bestreben, die geistige und kommerzielle Metropole des zentralen 
Nordens, Hamburg, an sich zu bringen oder wenigstens ihrem 
Willen zu beugen. Es waren Bestrebungen, die natürlich die 
Versuche der Gottorper, sich in Schleswig-Holstein selbständiger 
zu regen, immer wieder über den Haufen warfen, und die 
Gottorper veranlaßten, gegen die dänische Südpolitik überhaupt 
die deutsche fürstliche Vetterschaft aufzubieten: und ein ewiges 
Hin und Her schwankender deutsch-dänischer Machtbeziehungen 
war davon die Folge. 
Im Laufe des 17. Jahrhunderts aber verwickelte sich 
dieser Zustand nochmals dadurch, daß schwedische Einflüsse in 
ihn hineintraten. Lange Zeit hindurch war Dänemark im 
Mittelalter Herr der westlichen und teilweise sogar der östlichen 
Ostsee gewesen; eben an dieser Zeit, den Tagen etwa Waldemar 
Atterdags, hingen die Erinnerungen des Volkes. Dann aber 
war Schweden zur Herrschaft über das baltische Meer berufen 
worden; und immer wiederholte Kämpfe zwischen den nordischen 
1Vgl. oben S. 429 f.
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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