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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

Die nordd. Staaten u. d. nord. Krieg; Entwickl. d. preuß. Königtums. 625 
kulturelle Annäherungsversuche verbunden waren. Die Türken 
waren gewiß noch mehr Asiaten als die Russen; vor allem 
aber wurden sie doch auch als Anhänger des Islam der 
abendländischen Welt ferngehalten. Der griechisch-orthodoxe 
Glaube dagegen schied nicht in diesem Sinne vom Okzident; 
im Gegenteil hatten z. B. die Hilfegesuche der letzten 
byzantinischen Kaiser in Italien, ja ihre Beziehungen zur Kurie 
gezeigt, daß im Augenblicke höchster Gefahr der orientalischen 
Orthodoxie ihre innerste Verwandtschaft mit der okzidentalen 
gegenwärtig war. Und so ist auch in Rußland darüber nie 
ein Zweifel gewesen, daß, gab man überhaupt die Zulässigkeit 
der Einwirkungen fremder Kulturen zu, diese Einwirkungen 
wenigstens vornehmlich im Westen gesucht werden müßten. 
Nun hatte aber die Rezeption solcher Einflüsse stärker, und 
in dem Sinne, daß sie von den russischen Herrschern nicht bloß 
zugelassen, sondern gesucht wurde, schon seit dem Ende des 
15. Jahrhunderts begonnen. Und Vermittler, ja Träger der 
fremden Einflüsse waren vornehmlich die Deutschen geworden!. 
In Zeiten verhältnismäßig noch gering entwickelter Verkehrs— 
mittel aus sehr begreiflichen Gründen. Sie waren das Nachbar— 
volk; und die Hanse hatte mit ihrem kaufmännischen Vor— 
dringen mindestens bis Nowgorod dieser Entwicklung schon 
seit manchem Menschenalter Vorschub geleistet. Es war eine 
im höchsten Sinne weltgeschichtliche Rolle, die den Deutschen 
damit zufiel: mehr wie einst die Nordmänner Ruriks in Zeiten 
der russischen Geschichte, da diese die Neigung zur Bildung 
primitiver Despotien in sich trug, hatten sie diese so weithin 
ausgedehnte Welt der Slawen und Mongolen mit der Strenge 
europäischer Zivilisation und den einfachsten Errungenschaften 
deutscher Kultur zu durchdringen. So sind sie, und später 
namentlich die Balten, Kultivatoren höchst eigener Art gewesen, 
Dies gilt sogar für verhältnismäßig kosmopolitische Berufe. In 
der Geschichte Rußlands bis zum Jahre 1600 begegnen nur 12 ürzte. 
Von den 500 Ärzten, von denen man bis zum Jahre 1800 weiß, sind 
etwa 800/0 Ausländer, etwa 600/0 Deutsche gewesen. Vgl. Brückner, 
Tatsachenreihen in der Gesch. (1886) S. 18.
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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