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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

626 Einundzwanzigstes Buch. Drittes Kapitel. 
Konquistadoren gleichsam der inneren russischen Entwicklung 
und Verwaltung: bis ihnen der regelmäßige Lohn solcher 
Tätigkeit seitens der Bevormundeten und Erzogenen zu winken 
begann: Haß und Verbannung. 
Im 17. Jahrhundert aber nahm dieser Erziehungsprozeß 
insofern eine eigene Färbung an, als er vornehmlich der 
militärischen Organisation der russischen Kräfte zugute kam; 
bereits 1649 ist ein deutsches Reglement für den Dienst von 
Fußvolk ins Russische übersetzt worden. Diese Wendung ent— 
sprach einmal einer ganz regelmäßigen Erscheinung, man kann 
fast sagen einem historischen Gesetze derartiger Rezeptionen: 
jeweils die modernsten, jüngsten Errungenschaften der höheren 
Kultur werden mit besonderer Vorliebe aufgenommen: Bildung 
von stehenden Söldnerheeren, Errichtung eines miles perpetuus 
und überhaupt Experimente und Neubildungen auf dem Ge— 
biete der Heeresverfassung waren aber eine Eigentümlichkeit 
der westeuropäischen Kultur des 17. Jahrhunderts. 
Dazu kam aber auch noch ein heimisches Bedürfnis, um 
in Rußland den Einfluß der Fremden gerade auch in dieser 
Richtung in Anspruch zu nehmen. Mit der zunehmenden 
inneren Stärkung des russischen Staatswesens, mit der Be⸗ 
festigung zugleich des neuen Herrscherhauses der Romanow 
(seit 1613), trat auch der Drang nach äußerer Expansion ein, 
aund er konnte nur durch Kriege befriedigt werden. 
Indem aber Rußland so im Verlaufe des 17. Jahrhunderts 
immer mehr eine Angriffsmacht zu werden begann, ergaben 
sich für seine Vergrößerungsgelüste vornehmlich zwei Wege. 
Der eine wies nach Süden, nach der Hagia Sophia und 
Konstantinopel: dem nationalen wie dem religiösen Empfinden 
der Nation gleich heilig hat er stetigen Tendenzen der 
russischen Politik als Richtung gedient bis auf den heutigen 
Tag. Und es war zugleich der Weg, den Rußland auf sehr 
lange Zeit hin immer wieder beschreiten konnte, ohne in stärkere 
Schwierigkeiten mit Westeuropa zu geraten: denn noch war 
der Türke der gemeinsame Feind alles europäischen Wesens; 
und erst als Osterreich mehr Donaumacht wurde und England
	        

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Report of the Royal Commission on Labour in India. His Majesty’s Stationery Off., 1931.
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