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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

Die nordd. Staaten u. d. nord. Krieg; Entwickl. d. preuß. Königtums. 645 
Seegewalt knüpfte. In der Ostsee, dem noch immer befahrensten 
aller Meere, waren die Schweden für England im Grunde 
bequeme Gegner gewesen, denn sie hatten den Handel zwar 
belastet, nicht aber selbst betrieben; und sie waren auch nur 
in geringem Grade Herren der weiten Hinterländer gewesen, 
in die er sich ergoß. Wie mußte sich das alles mit dem Auf⸗ 
kommen der russischen Seegewalt ändern! Man nahm an, 
daß die Russen bald einen nicht geringen Teil des Seeverkehrs 
an sich reißen würden; und gewiß war, daß sie des Land⸗ 
handels im Osten ganz anders Herr waren als ihre Vor— 
gänger. Und nun schien, im Jahre 1716, Rußland gar noch 
Miene zu machen, sich im Westen der Ostsee, in Deutschland 
oder Dänemark, festzusetzen! Da war eine energische Gegen— 
wirkung angebracht; und für sie konnte man in England nicht 
bloß der Teilnahme der Niederlande, der anderen besonders 
interessierten Seemacht, gewiß sein, sondern auch Frankreichs, 
dem daran liegen mußte, Schweden, das unter dem zunehmenden 
UÜbergewichte Rußlands in den kommenden Friedensverhand— 
lungen besonders zu seufzen zu haben werde, als seinen alten 
Bundesgenossen und als Träger eines ständigen, französischen 
Eingriffen günstigen Gegengewichts in den deutschen Dingen 
nicht allzusehr leiden zu lassen. 
Diese allgemeinen, Rußland feindlichen westeuropäischen 
Interessen mußten sich nun aber mit denen der deutschen 
Fürstenwelt nicht bloß an sich, insofern diese unter den Russen 
litt, sondern vornehmlich auch aus dem besonderen Grunde 
vermischen, daß der König von England zugleich Kurfürst von 
Hannover war. Und von diesem Standpunkte aus hatte denn 
auch die englische Politik schon frühzeitig vorgesorgt. Von 
jeher oder wenigstens seit dem Schlusse des Dreißigjährigen 
Krieges war es ein eifriges Bemühen des Welfenhauses ge⸗ 
wesen, Bremen und Verden zu gewinnen; es waren zugleich 
Länder, deren Besitz in den Händen des Kurfürsten-Königs 
von England den englischen Handel, wie er in Bremen und 
vornehmlich Hamburg blühte, im höchsten Grade zu stützen 
geeignet war. Hier also lag ein erstes dringliches gemeinsames
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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