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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

780 Einundzwanzigstes Buch. Viertes Kapitel. 
Eingriffen von außen her schützen sollte, hatte Friedrich in drei 
Kriegen weitergebildet. Dennoch stammten auch hier die Grund⸗ 
lagen aus der Zeit seines Vaters. Nicht anders stand es um 
die Verwaltung, die nunmehr stärker in den Vordergrund zu 
treten bestimmt war. Auch hier wird wohl manches von 
Friedrich noch anders gemodelt, abgebrochen und zugebaut; 
sogar ganz neue Zentralbehörden entstehen, z. B. für Ge— 
werbfleiß und Handel. Aber im ganzen handelt es sich mehr 
um die Anwendung, als die Entwicklung der Exekutive: wie sehr 
war in dieser Hinsicht Friedrich vor seiner großen Gegnerin, Maria 
Theresia, bevorzugt! Freilich darf man sich auch die Exekutiv⸗ 
behörden Friedrichs noch keineswegs gleich jenen der Gegen⸗— 
wart vorstellen: bei noch unsicher vollzogener Trennung zwischen 
Justiz und Verwaltung, bei weit geringerer Arbeitsteilung waren 
sie nach Tat und Gesinnung noch um vieles selbständiger als 
heute, ja nicht selten störrisch und aufsässig; psychologische 
Momente, deren man sich entsinnen muß, will man die muntere 
Grobheit und den bissigen Sarkasmus so mancher Randnoten 
von der Hand Friedrichs in den Akten seiner Zeit richtig 
einschätzen. 
War fuür Friedrich das Ziel des Staates die Wohlfahrt 
der Untertanen in jeder, vor allem aber in materieller Hinsicht, 
so versteht sich, wie auch von diesem Standpunkte aus, und 
nicht bloß unter dem Drange von Kriegen, die Finanzen die 
größte Rolle spielten. 
Gute Finanzen aber gehen hervor aus Zahl und Reichtum 
der Bevölkerung: Kapitalansammlung mithin und Zunahme 
an Menschen sind vor allem zu fördern. Friedrich ging in 
der Betonung dieser Prinzipien so weit, daß er für die Schätzung 
eines Landes dessen bloßen Umfang durchaus als ein Moment 
zweiten Ranges gegenüber Reichtum und Bevölkerungsziffer 
ansah: eine gerade für ihn sehr tröstende Anschauung, da er 
Preußen an Geviertmeilen seinen Gegnern ebenbürtig zu machen 
niemals hoffen durfte. 
Für steigende Bevölkerung zu sorgen aber lag dem Könige 
schon aus den besonderen Schicksalen seiner Länder her vor⸗
	        

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Citation recommendation

Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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