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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

Waffengänge Osterreichs u. Preußens; Preußen enrop. Großmacht. 817 
aktiven Verbindung der Reichskreise gegen den Kaiser gehen, 
so sah er sich freilich, wie schon öfter in der Energieberechnung 
der Reichsstände, getäuscht. Wo sollten im Reiche noch so 
kräftige Außerungen von Gunst und Ungunst, ja auch nur von 
Furcht und Hoffnung herkommen? Nur der junge Kurfürst 
von Sachsen, durch seine Mutter Maria Antonie, eine bayrische 
Prinzessin, unmittelbar beteiligt, verband sich mit Friedrich 
und stellte ihm für einen etwa nötig werdenden Feldzug 
21000 Mann zur Verfügung. 
Denn in der Tat: Friedrich war entschlossen, vom Leder 
zu ziehen, weniger zur Rettung der Reichsfreiheit, auch nicht 
um im Reiche Einverleibungen vorzunehmen, sondern in rein 
preußischem Interesse: zur Bekämpfung der von neuem drohenden 
UÜbermacht der österreichischen Herrschaft. Bevor aber der 
Krieg begann, kam es, zumeist auf Veranlassung des Prinzen 
Heinrich, noch zu langen Verhandlungen mit Osterreich, die 
schließlich scheiterten, da die Österreicher nicht recht an den 
Kriegsernst des Königs glaubten: eine schlechte Vorbedeutung 
für den Feldzug selbst. 
Dieser Feldzug, der sogenannte Kartoffelkrieg, ist denn 
wirklich tragikomisch genug verlaufen; Friedrich hat seine Zeit 
später niemals als Kriegsjahr gelten lassen wollen. Zwei 
preußisch-sächsische Heeresmassen ergossen sich unter der Führung 
des Prinzen Heinrich und des Königs von der Elbe und von 
Schlesien her nach Böhmen hinein, um unter mannigfachen 
gegenseitigen Mißverständnissen, die das Verhältnis der beiden 
Bruüder dauernd trübten, im Grunde nichts zu erreichen: es war 
nach Friedrichs Ausdruck eine insipide Kampagne. 
Inzwischen aber hatte sich doch gezeigt, daß Osterreich 
dem Erwachen des greisen preußischen Helden mit Schrecken 
entgegensah. In der ersten überraschung, kurz nach Beginn 
des Einmarsches in Böhmen, hatte die alte Kaiserin, ohne 
Wissen des Kaisers, durch den Baron Thugut gleichsam 
persönlich Frieden angeboten — in dem ersten Handschreiben, 
das sie an den König richtete: ihr Mutterherz sei beunruhigt; 
Preußen und Österreich müßten wieder in gutes Einvernehmen
	        

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Citation recommendation

Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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