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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

Deutschland unter den polit. Nachwirkungen des Dreißigjähr. Krieges. 438 
Fürstentum schuf, dessen fernere Schicksale schließlich wieder 
zum Anschluß an das große Vaterland führten, versäumte 
Walter von Plettenberg hierzu den rechten Augenblick. Er 
war zu vorsichtig, zu alt vielleicht auch schon, und zu korrekt. 
Als Plettenberg am 28. Februar 1585 hochbetagt dahin 
fuhr, war das Schicksal des Landes besiegelt. Zwar wußte 
der neue Ordensmeister, Hermann von Bruggenoye (— 1549), 
noch einmal vorübergehend im Innern Ruhe zu schaffen: aber 
die Haltung des Landes blieb schließlich die alte: ein prassendes 
und dünkelhaftes Bürgertum, eine intrigante und egoistische 
Ritterschaft; Geistliche, die mit Schmerzen an die guten Pfründen 
der alten Kirche zurückdachten, und Vetternwirtschaft treibende 
Ordensleute, denen die Ideale früherer Zeiten zerflossen 
waren. Und bald traf innerer Zwist und äußerer Angriff zu— 
sammen. Während die Russen von neuem drohten, richtete 
man verworrene Hilfsgesuche an Fremde, an Schweden, 
Dänen, Polen: wußte sich selbst nicht zu helfen. In traurig— 
unredlichen Unterhandlungen hatte man die Moskowiter er— 
bittert, 1558 brachen sie ein. Sie eroberten Narwa durch 
Verrat, sie nahmen Neuhausen und Dorpat; erst vor den Mauern 
Revals brach sich einstweilen die Flut. Der Adel aber war in⸗ 
zwischen geflohen, und in die Reihen des Ordens schlich sich 
Verrat. Der Koadjutor Gotthard Kettler band mit den Polen 
an; er nahm dem regierenden Meister Fürstenberg die Gewalt; und 
schon im August 1559 war er grundsätzlich entschlossen, das Land 
gegen Schutzübernahme wider die Moskowiter den Polen zu unter— 
werfen. Doch kam es noch einmal zu selbständigen Kämpfen 
gegen die Russen, — auf dem Schlachtfelde zu Ermes, am 
2. August 1560, wehte das Ordensbamer zum letzten Male. 
Dann trat, nachdem sich das Reich durch eine Gesandt— 
schaft nach Moskau zugunsten des Landes lächerlich gemacht 
hatte, eine allgemeine Deroute ein; Rußland erhielt das er— 
oberte Dorpat zurück, die Stifter Osel und Kurland schlossen 
sich enger an Dänemark an; Estland huldigte der schwedischen 
Krone, ein erster Erfolg der kühn über die Ostsee vordringen— 
den schwedischen Politik; Polen bemächtigte sich mit offener
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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