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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

144 Einundzwanzigstes Buch. Erstes Kapitel. 
obwohl sie sich einer fünffachen Ubermacht erfreuten. Es war 
zugleich die erste große Aktion der neugeschaffenen branden— 
burgischen Armee, eine ehrenvolle Feuertaufe, gleichgültig, wie 
hoch man im einzelnen den schwedischen und den branden⸗ 
hurgischen Anteil an Rat und Tat bemißt. 
Allein besiegt war in dieser Schlacht nur ein polnisches 
Heer, nicht der polnische Widerstand. Nun volkstümlich ge⸗ 
Horden, wälzte sich der Kampf gegen Schweden fort, und zu 
ihm traten jetzt die ernstesten Angriffe durch die Moskowiter, die 
inzwischen Ingermanland genommen hatten, Finnland bedrohten 
ind vor allem Livland unter persönlicher Führung des Zaren 
heimsuchten: Riga belagerten und Dorpat einnahmen. Ja 
jetzt, in dem allgemeinen schwedischen Unglück, regten sich 
auch die Niederländer. Eine Orlogsflotte unter Admiral 
Opdam erschien vor Danzig, und Karl Gustav blieb nichts 
übrig, als die niederländischen Forderungen zu befriedigen, 
die auf größere Freiheit des Handels gegenüber der schwedischen 
Zollpolitik und noch mehr gegenüber der schwedischen Zollpraxis 
hinausliefen. Und hinter all diesem Widerwärtigen drohte 
schließlich gar noch der Eingriff des Kaisers. Am 1. Dezember 1656 
kam es zu einem polnisch⸗osterreichischen Bündnisvertrage, zu— 
nächst nur in der Absicht, dem Kaiser Einfluß zu einer Friedens⸗ 
bermittlung zwischen Polen, Rußland, Schweden und Branden⸗ 
burg zu gewähren, doch immerhin schon mit der Zusage eines 
Aeinen Hilfskorps an Polen. 
Da brauchten denn den Polen nur noch auch neue mili⸗ 
ärische Erfolge zuzufallen: und das Schicksal Schwedens, dessen 
Bevölkerung in der Heimat schon zu murren begann, sowie die 
Zuverlässigkeit der Beziehungen zwischen den beiden unglücklichen 
Verbündeten, Karl Gustav und dem Großen Kurfürsten — 
schon regten sich gegen diesen polnische Kräfte in Preußen und 
Klagen im Kreise seiner Familie — schien einer dauernden 
Schwächung unterliegen zu müssen. Und die militärischen Er— 
folge kamen. Im November 1656 waren die Polen so weit 
nach Norden vorgedrungen, daß Johann Kasimir in der Mitte 
des Monats seinen Einzug in Danzig halten konnte; im branden⸗
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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