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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Neuere Zeit (Abt. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892067714
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237124
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neuere Zeit
Volume count:
Abt. 2
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Heyfelder
Year of publication:
1906
Scope:
XIV S., S. [399] - 873
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neuere Zeit (Abt. 2)
  • Title page
  • Einundzwanzigstes Buch // Erstes Kapitel. Deutschland unter den politischen Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges
  • Zweites Kapitel. Türkenkriege und spanischer Erbfolgekrieg; Österreich europäische Großmacht
  • Drittes Kapitel. Die norddeutschen Staaten und der nordische Krieg; Entwicklung des preußischen Königtums
  • Viertes Kapitel. Erste Waffengänge Österreichs und Preußens; Preußen europäische Großmacht
  • Index

Full text

476 Einundzwanzigstes Buch. Ersies Kapitel. 
rechtsrheinischen Landen zu drängen. Und einmal unterwegs 
machte man tüchtige Fortschritte. Ende September gelang es 
den Weg über Straßburg, unter patriotischer Hilfe der Bürger, 
zu forcieren; schon sammelte sich die Armee nach den Vogesen 
zu im Schutze der Stadt. Da war es denn für Turenne 
höchste Not, die Deutschen zu besiegen. Rasch stürzte er von 
Norden her auf sie los und schlug sie, wenn auch in fast un— 
entschiedener Schlacht, bei Enzheim, am 4. Oktober 1674. Doch 
gelang es dadurch nicht, die Deutschen wieder über den Rhein 
zu werfen; sie nahmen an der Ill, nicht weit von Straßburg, 
feste Stellung und erwarteten die Brandenburger. 
Endlich, Mitte Oktober, kamen diese, gegen 20000 Mann, 
Fußvolk, Reiter und Artillerie, eine ganze Armee für sich. Aber 
mit ihnen, die vom Großen Kurfursten selbst geführt wurden, 
zog zugleich ein schlimmer Gast ein: der Dualismus, ja mehr, 
die Anarchie des Kommandos. Unter diesen Umständen kam 
es im Grunde kaum noch zu mehr als kriegerischen Anläufen; 
erreicht wurde nichts, und ein schier unerschöpflicher Strom 
gegenseitiger Vorwürfe bezeichnete das Ende des Feldzugs. 
Frankreich aber hatte inzwischen neben den Waffen die 
Taler, neben dem Eisen das Gold wirken lassen: und es ist 
schwer zu sagen, ob in diesen wie anderen Fällen nicht die 
französische Diplomatie der Heerführung mehr als ebenbürtig 
gewesen ist. In Polen war nach dem Tode Johann Kasimirs der 
lang erwartete Fall der Königswaähl eingetreten: und er hatte 
schließlch in der Erhebung des Krongroßfeldherrn Johann 
Sobieski im Mai 1674 mit einem Erfolge Frankreichs geendet. 
Denn es war klar, was mit der Wahl des Frankreich genehmen 
Kandidaten gewonnen war: von Polen aus konnte man jetzt 
Osterreich wie auch Brandenburg erfolgreich in die Weichen 
fallen. 
Wenn von diesen beiden Möglichkeiten aber die zweite zu— 
nächst mehr Aussichten zu bieten schien als die erste, so war 
der Grund dafür in dem seit 1672 bestehenden Bündnis Frank—⸗ 
reichs mit Schweden gegeben. Konnte nicht Schweden mit 
der Aussicht auf polnische Hilfe oder Neutralität jetzt um vieles
	        

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Neuere Zeit. Heyfelder, 1906.
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