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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892072033
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239036
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1907
Scope:
XIV, 516 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Sprengung des alten Reiches und der alten Staatsverhältnisse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

— 219 — 
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in großen Mengen exportiert und ging bejonders den Weg nad Kopen- 
hagen, von wo aus fie zum großen Teil als däniihe Butter auf den 
Qondoner Markt kam. 
Bon den Futtergewächfen hHerr]hen im Anbau die Klee- und Gras- 
arten, vor, die im baltilden Gebiet gut gedeihen. In neuerer Zeit 
it audy mit Erfolg der Grasfamenbau aufgenommen worden. 
Die gewöhnligen Gemüfe= und DObitforten Iommen — Dbejonders 
im ITettifldhen Gebiet — gut fort; ihr Anbau ijt aber nicht fo aus- 
gedehnt, daß er viel mehr als den Lokalen Bedarf zu deden vermag; 
qualitativ vorzüglid) find verjdhiedene Apfelforten. 
Zwijhen den Üdern und oft aud) mitten im Walde lieht man 
ausgedehnte, niedriger gelegene Moorwiejen. Ihre Kultur ijft mit der 
Entwidlung der Viehzucht in eigendem Make in Angriff genommen 
worden. 
Einen großen NReidhtum des Gebiets bilden feine Wälder. Die 
zinheimijden NadelhHölzer: Kiefer und FidHte herrihen vor. Die baltildhe 
Kiefer befigt einen [dlanfen Hohen Wuchs und eine Geradheit, die man 
in Deutidhland nicht antrifft. Der gemijdhte Wald überwiegt die reinen 
Beftände, und das gibt dem baltijgen Walde feinen eigentümliden 
Reiz der natürligen Urjprünglidhkeit. Bon den Laubholzarten find die 
Birke, die Schwarzeller, die Weikeller und die Eipe die verbreitetjten 
in den Forlten. In einzelnen Bejtänden und im Walde verfprengt, 
trifft man aud) andere in Mitteleurvpa befannte Holzarten. 
No vor einem halben Sahrhundert hatte der baltijdHe Wald 
nicht viel mehr als nur einen Iofalen Gebrauchswert, Mit der Ent- 
widlung des ausländijden und befonders des englifden Bedarfs an 
Hölzern und namentlid nad) dem Bau von Schienenwegen wurden 
die Forjtprodukte zum wichtigjten Ausfuhrerzeugnis des Gebiets, und 
Riga, das an der Mündung der Düna gelegen, durch dieje Lage be- 
jonders hegünftigt ijt, war vor dem Kriege der hedeutendite Holzexport- 
Hafen der Welt, wozu freilid das litauifde und weißrulliidhe Hinter- 
[and in hervorragendem Make beitrugen. 
Der baltijide Wald nahm über ein Viertel der Bodenflädhe des 
Gebietes ein. Der Wert, den die Forjtprodukte dur die Weltion- 
junitur und die Entwidlung der Verkehrswege gewonnen Hatten, wurde 
zur Beranlaffung der Einführung einer geregelten Forftwirt[dhaft, und 
die in leßter Zeit in immer größerem Umfang in Angriff genommene 
Entwäiferung und Aufforftung von OÖdländereien und für eine andere 
Nukung weniger geeigneten Bodens ließ eine wefjentlide Bermehrung 
des Waldbhejtandes für die Zukunft vorausjehen, wenn aud) bie vOr- 
hHandenen Bejtände hier und da in erhöhtem Maße zum AWbtrieb 
famen. Ein devajtierender Abtrieb gröherer Waldflächen hat während 
des Krieges Teitens der KFriegführenden Parteien ftattgefunden.
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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