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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892072033
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-239036
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1907
Scope:
XIV, 516 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Kapitel. Sprengung des alten Reiches und der alten Staatsverhältnisse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Neue Anschauungen von Staat und Gesellschaft
  • Zweites Kapitel. Sprengung des alten Reiches und der alten Staatsverhältnisse
  • Drittes Kapitel. Liquidation der alten Formen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens; Beginn innerer Neubildungen
  • Viertes Kapitel. Die Freiheitskriege: 1809, 1813
  • Fünftes Kapitel. Weitere kämpfe gegen Frankreich; Wiener Kongreß; Heilige Allianz
  • I. Sachregister
  • II. Personenregister

Full text

Sprengung des alten Reiches und der alten Staatsverhältnisse. 151 
Frankreich! Nachdem sich Osterreich und Preußen am 7. Februar 
1792 noch einmal enger verbunden und die Seemächte, Ruß— 
land und Sachsen zum Beitritte zu ihrem Bunde aufgefordert 
hatten, ohne sonst viel zu leisten, wurde Ludwig XVI. im 
März 1792 gezwungen, ein girondistisches Ministerium mit 
Dumouriez an der Spitze zu berufen: und am 20. April blieb 
ihm nichts übrig als, wiederum gezwungen, Tränen im Auge, 
m Sinne dieses Ministeriums und im Sinne der Volksvertretung 
den Krieg gegen sterreich zu erklären. Dumouriez glaubte dabei, 
Ssterreich in seinen belgischen Besitzungen sicher und schwer 
treffen zu können. In der Tat hatten sich die südniederlän⸗ 
dischen Provinzen schon längst gegen Hsterreich erhoben. Wenn 
man aber in Paris für sie auf eine revolutionäre Gesinnung 
gleich der französischen gerechnet hatte, so sah man sich doch 
getäuscht. In der belgischen Revolution waren klerikale und 
siberale Elemente, und nicht zum geringsten klerikale, neben⸗ 
einander gegangen; viel mehr gegen den Imperialismus 
Josephs II. als gegen die milde Auffassung Kaiser Leopolds II., 
die für Belgien einen gemäßigten Konstitutionalismus wohl 
zuließ, hatten sie sich gewandt. So machte die Propaganda 
der französischen Republik in Belgien keine Fortschritte; die 
Osterreicher blieben im Lande, und die Truppen der Republik 
liefen vor ihren Bataillonen kläglich auseinander. Es waren 
Vorgänge, welche die deutschen Verbündeten — denn mit der 
französischen Kriegserklärung gegen sterreich war der Kriegs⸗ 
fall auch für Preußen eingetreten — zu einer groben Unter⸗ 
schätzung der militärischen Fähigkeiten der Republikaner ver— 
anlaßten. 
Der Krieg, in den auch das Reich, England, Holland, 
Spanien sowie Sardinien eintraten, begann eigentlich erst im 
Herbst 1792, nachdem ein Manifest des deutschen Oberbefehls⸗ 
habers, des Herzogs von Braunschweig, das voll der schlimmsten 
lngeschicklichteiten war, die Franzosen nochmals in sinnloser 
Weise gereigt hatte. Der Herzog ging im August über die 
französische Grenze, nahm Longwy und Verdun, erlebte aber 
keineswegs die erwartete Erhebung Frankreichs zu gunsten des
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1907.
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