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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892072254
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237894
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 539 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Kapitel. Die Frühromantik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Die Frühromantik
  • Zweites Kapitel. Die Spätromantik
  • Drittes Kapitel. Beginnender Realismus
  • Viertes Kapitel. Politische Restauration; wirtschaftliche Fortschritte
  • Fünftes Kapitel. Fortschritte des politischen Denkens
  • Index

Full text

112 Vierundzwanzigstes Buch. Erstes Kapitel. 
ein Klinger, haben dies durchgefühlt. Goethe aber blieb es 
vorbehalten, den Zug unersättlichen Tätigkeitsdranges in ihm 
als die Kerneigenschaft des eigenen Zeitalters zu entdecken und 
zum erwärmenden Lebensinhalt zu gestalten. Allein indem 
der Dichter dies vollbrachte, verlor darum sein Geschöpf nicht 
jeden Zug eines höheren Alters und eines anderen Ursprungs. 
Auch jetzt noch erinnern zahlreiche Einzelheiten an ihm an 
die Zeiten des Individualismus: und heben dadurch sein 
Wesen hinaus über den subjektivistischen Zufall in die reinere 
Sphäre des Universalen. Denn das ist das Geheimnis der 
großen literarischen Stoffe, die fortdauern hin durch die geistigen 
Welten der Völker, daß sie, immer und immer wieder be— 
arbeitet, in sich das Menschliche aller Zeiten und Kulturen in 
schließlich durchgeschliffenster, reinster Form enthalten: bis sie 
vollendet erscheinen und aufnahmefähig in den kristallenen 
Kreis des bloß Humanen selbst. Dies ist der unendliche Reiz 
unserer Märchen, dies die Tiefe der Sittlichkeit der Welt— 
religionen, dies die Vollendung des Kosmopolitismus und das 
Siegel der Einheit des Menschentums. 
Nicht bis zu solchen Höhen ist die anfangs so einfache 
Geschichte Faustens gehoben worden. Andere Lösungen hat 
das große Problem der Seligkeit dessen, der immer strebend 
sich bemüht, in früheren Zeiten unserer Geschichte empfangen, 
im Parzival Wolframs, und selbst noch im Simplizissimus 
Grimmelshausens. Denn da fehlt niemals neben dem un— 
bewußt Strebenden der treue Mentor; und in diesen noch 
geistig gebundenen Zeiten führt schließlich doch das Absolute 
selbst, die Hand Gottes, erzieherisch hin zu sich selbst und damit 
zugleich zu sich selbst zurück. Faust dagegen ist selbst strebend; 
und selbst, aus eigener Macht, fällt er in hartem Lebenskampfe 
das böse Prinzip vor Gott als zuschauendem, wenn auch 
wissendem Richter. Keine Frage: das ist subjektivistisch: und 
unverständlich früheren Zeiten. Doch darf man es auch ro— 
mantisch oder klassizistisch oder sentimental nennen? Darf 
man innere Beziehungen oder auch nur Harmonien suchen zu 
Kant oder Fichte oder Schelling? Nein: die reine Höhe jener
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1907.
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