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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892072254
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237894
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1907
Scope:
XII, 539 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Politische Restauration; wirtschaftliche Fortschritte
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Die Frühromantik
  • Zweites Kapitel. Die Spätromantik
  • Drittes Kapitel. Beginnender Realismus
  • Viertes Kapitel. Politische Restauration; wirtschaftliche Fortschritte
  • Fünftes Kapitel. Fortschritte des politischen Denkens
  • Index

Full text

Politische Restauration; wirtschaftliche Fortschritte. 397 
Und schon vor dem Frankfurter Attentate, nach dem 
Hambacher Feste, hatte Metternich mit der Fruktifikation dieser 
schrecklichen Ereignisse begonnen. Schrieb er doch an das 
Bundespräsidium nach Frankfurt: „Das Hambacher Fest, wenn 
es gut benutzt wird, kann das Fest der Guten werden.“ 
Unter Vorschiebung Preußens bewog er den Bundestag zu 
den berüchtigten Beschlüssen vom 28. Juni und 5. Juli 1832 
„zur Aufrechterhaltung der gesetzlichen Ordnung und Ruhe“, 
hob er sogar das badische Preßgesetz kraft eigener Machtvoll⸗ 
kommenheit auf. 
Dem folgten dann zwei Jahre später Ministerkonferenzen 
in Wien, deren Abmachungen in dem Wiener Schlußprotokoll 
vom 12. Juni 1834 niedergelegt sind: sie wurden vom Bundes-— 
tage zur Ausführung gebracht, ohne daß er sie jemals formell zu 
seinen Beschlüssen gemacht hätte. Ihr Inhalt ist schon dadurch 
genugsam gekennzeichnet, daß sie geheim gehalten werden sollten. 
Doch wurden sie bald bekannt. Sie wandten sich zunächst 
gegen die Universitäten. Da wurden selbst die Privatdozenten 
mit der Aussicht auf Maßregelung bedroht; nur widerruflich 
sollten sie die Erlaubnis zu Vorlesungen erhalten. Die Stu— 
denten wurden der Kontrolle über „staatsgefährliche Ver— 
bindungen“ unterstellt. Den Professoren legte man die stete 
Gefahr der Absetzung nahe. Nicht minder ging man gegen 
die Presse vor. Die Regierungen sollten auf Verminderung 
der politischen Presse überhaupt hinwirken; Konzessionen zur 
Herausgabe neuer Blätter sollten nur an gesinnungstüchtige 
Redakteure und widerruflich erteilt werden; das Imprimatur der 
Zensur galt von jetzt ab nur für je einen Bundesstaat. Endlich 
und an dritter Stelle suchte man den Parlamentarismus zu 
treffen. Das Recht der Steuerbewilligung sollte nicht an Be— 
dingungen geknüpft werden können und wurde somit wirkungs⸗ 
los, die ständischen Befugnisse sollten keinesfalls und keines 
Ortes erweitert werden; und eine Bundeskommission sollte die 
Verhandlungen der Stände in den einzelnen Ländern stetig 
überwachen. 
Aber mit diesen Bestimmungen der Wiener Konferenzen
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1907.
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