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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs

Full text

Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage. 451 
den Krieg, den er bereits so oft, selbst schon als preußischer 
Bundesgesandter in Frankfurt als das unumgängliche Heil⸗ 
mittel deutscher Zerfahrenheit erträumt und erschlossen hatte — 
nunmehr als ein Ziel ins Auge, das mit jeder Maßregel mehr 
zu sichten sei. 
Zunächst aber entwickelten sich auf diesem Wege die 
preußische Verwaltung in Schleswig und die österreichische in 
Holstein rasch zu charakteristischen Gegensätzen, trotz der 
kollegialen Haltung der beiderseitigen Gouverneure. Doch 
sah es dabei wenigstens in den ersten Monaten der neuen 
Regelung noch ziemlich rosig aus. Nach Schleswig ging als 
preußischer Gouverneur der General Edwin von Manteuffel. 
Er begann sofort eine höchst eigenartige Verwaltung. Unter 
fortwährenden kleinen Konflikten mit Berlin, von dem er mehr 
Geld verlangte, als er bekam, suchte er das Land persönlich zu 
gewinnen. So erging er sich in Reisen und Reden: „Jedes 
sieben Fuß lange Stück Erde decke ich, bevor es (an Dänemark) 
abgetreten wird, mit meinem Leibe.“ Dabei war sein Regiment 
im grunde äußerst stramm, und zufrieden war niemand. In 
Holftein dagegen regierte der General von Gablenz als gemüt— 
licher Osterreicher; lebendig eingreifend, tat er viel für das Land 
und ließ dennoch die alte Selbstverwaltung unangetastet. So 
war er bald sehr beliebt. Streng war er eigentlich nur gegen die 
Presse, die nicht über Preußen schimpfen durfte: und brachte es 
dadurch auch zu einem guten Verhältnis zu der preußischen 
Regierung in Schleswig. Und so erschien denn in den ersten 
Monaten vom 15. September 1865 ab das Verhältnis zwischen 
Schleswig und Holstein, Preußen und Osterreich noch einmal 
in jedem Betrachte ungetrübt. Es zeigte sich das auch in einem 
guten Einvernehmen Österreichs und Preußens im Bundestag. 
Als dort die schleswig-holsteinsche Frage als Bundesfrage von 
neuem angeregt wurde, machten beide Großmächte hiergegen 
gemeinsam Front, und der Antrag Bayerns, Sachsens und 
Hessen⸗Darmstadts zu dieser Angelegenheit wurde abgelehnt; 
18. November 1865. 
Allein bald darauf wurden die sterreicher in Holstein der
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1909.
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