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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs

Full text

Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage. 457 
Maßregeln traten dann preußische gegenüber; am 27. März 
vurde die Armierung der schlesischen und der Elbfestungen be— 
schlossen, ferner wurde der Pferdeankauf für die Hälfte der 
Feldartillerie und die Verstärkung von fünfundsiebzig Bataillonen 
der Infanterie von je fünfhundertunddreißig auf sechshundert⸗ 
fünfundachtzig Mann befohlen. Die beiderseitigen Rüstungen 
nahmen darauf unter gegenseitigen Rekriminationen immer 
größeren Umfang an, um so mehr, als man in Österreich gegen 
Mitte April zu bemerken glaubte, daß auch Italien in Rüstungen 
eintrete. Das war auch richtig, wenngleich die italienische 
Mobilmachungsorder erst am 26. April erging. 
Sicherlich konnten sich nun aber auch die Klein- und 
Mittelstaaten wenigstens Süd- und Mitteldeutschlands den Ernst 
der Lage nicht mehr verhehlen. Hatten sie schon früher teil— 
weise Mobilmachungsbefehle erlassen, so vereinigten sie sich jetzt, 
am 16. Mai, zu einer gemeinsamen Beratung der Lage in 
Bamberg. Um bundeskorrekt zu erscheinen, beschlossen sie aber 
nicht die Mobilmachung der Bundeskorps, sondern vielmehr, 
daß jeder einzelne auch weiterhin für sich mobil machen solle. 
Doch wurde der österreichische General Prinz Alexander von 
Hessen schon zum Feldherrn bestimmt: antipreußische Neigungen 
traten also zutage. 
Von Wien her aber war inzwischen, Mitte März, ein 
Versuch unternommen worden, sich über die Absichten Preußens 
unmittelbarer zu unterrichten und gleichzeitig wieder die Fühlung 
mit den deutschen Mittelstaaten herzustellen, die in der Zeit der 
preußisch⸗österreichischen Intimität verloren gegangen war. In 
ersterer Hinsicht hatte der Botschafter in Berlin, Graf Karolyi, 
den Auftrag erhalten, den Grafen Bismarck direkt zu fragen: 
„Ob der Berliner Hof sich wirklich mit dem Gedanken trage, 
die Gasteiner Konvention mit gewaltsamer Hand zu zerreißen 
und den grundgesetzlich verbürgten Frieden zwischen deutschen 
Bundesstaaten zu unterbrechen?“ Er hatte sich am 16. März 
dieses Auftrages erledigt und erhielt von Bismarck natürlich 
ein bündiges „Nein!“ als Antwort — vielleicht mit dem den 
Charakter der österreichischen Frage sarkastisch würdigenden 
Lamprecht, Deuilsche Geschichte. XI, 2. 30
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1909.
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