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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs

Full text

532 Fünfundzwanzigstes Buch. Viertes Kapitel. 
burg abgehen, während fünfzigtausend Mann als Rückhalt in 
dem festen Lager bei Chalons zurückgelassen waren. 
Dieser französische Plan hätte nun Aussicht auf Gelingen 
nur dann gehabt, wenn man ganz überraschend, bevor noch 
die deutschen Heere versammelt waren, verfahren wäre. Allein 
davon war bald keine Rede mehr. Acht Tage nach der Kriegs— 
erklärung, als der Kaiser in Metz eintraf, erklärten ihm die 
Marschälle, bei der herrschenden Verwirrung seien die Truppen 
noch nicht marschfähig. Bitter rächte es sich jetzt, daß die 
Truppen eigentlich im immobilen Zustande zusammengezogen 
worden waren, ohne an ihren Standorten das Eintreffen ihrer 
Ergänzungsmannschaften und ihre Ausrüstung abzuwarten. 
Andererseits hatte man an der Tatsache, daß man die Deutschen 
überraschen, also nur in Deutschland kämpfen werde, keinen 
Zweifel gehabt. An die Stäbe waren daher auch nur Karten der 
deutschen Gegenden verteilt worden; und die Festungen waren 
vernachlässigt, Magazine nirgends im voraus angelegt worden. 
Jetzt kam nun von vornherein alles anders! Während 
man bei Saarbrücken in Gegenwart des Kaisers und des kaiser⸗ 
lichen Prinzen zu einem Lufthieb gegen ein preußisches Bataillon 
und drei Schwadronen ausholte, um dem Drängen des Pariser 
Publikums nach Siegesnachrichten zu genügen, gelang es nicht, 
die bei Straßburg beabsichtigte Vereinigung der ganzen Armee 
herbeizuführen: statt dessen wurden die Heeresmassen in zwei 
Teile, einen südlichen unter dem Kommando Mac Mahons, 
einen nördlichen unter dem Bazaines geschieden. Und inzwischen 
rückten die Deutschen vor; die Dritte Armee hatte schon am 
30. Juli abends Marschbefehl erhalten, um von Rastatt und 
Landau aus durch Offensive das beabsichtigte Vorschreiten der 
Franzosen in den Schwarzwald zu verhindern. Am 4. August 
überschritt darum die Dritte Armee die Grenze, um in breiter 
Front die Linie der Lauter von Lauterburg am Rhein bis 
Weißenburg zu erreichen, und noch am selben Tage wurde eine 
französische Division in dem Gefechte von Weißenburg in die 
unmittelbar hinter der Stadt aufsteigenden Berge geworfen. 
Darauf folgte am 6. August der Sieg von Wörth; er ver—
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1909.
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