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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs

Full text

Zweite Stufe der kleindeutschen Cösung der Einheitsfrage. 559 
durch, daß er nunmehr, am 2. Oktober, das badische Angebot, 
in einen neuen Bund einzutreten, formell annahm und den 
Großherzog einlud, wegen des Abschlusses im einzelnen Unter— 
— Dieser Schritt hatte den 
rwarteten Erfolg, daß sich darauf, aus Eifersucht und Furcht, 
majorisiert zu werden, auch Unterhändler von Württemberg 
und Bayern einfanden; und da auch Hessen zu den jetzt statt⸗ 
iindenden Verhandlungen geladen war, so begannen gegen Ende 
Oktober, unter Bismarcks unmittelbarer Leitung, neue, die 
wichtigsten Fragen der Südstaaten überhaupt umfassende Kon— 
jerenzen in Versailles. 
Diese Konferenzen führten, wie sich denken ließ, für Baden 
zum raschen Abschluß; man hatte nur Sorge zu tragen, daß 
Baden, namentlich in Heeressachen, nicht dem neuen Bunde 
so viel von Rechten überließ, daß die anderen Staaten nicht zu 
folgen vermocht hätten; am 3. November war alles erledigt. 
Auch mit Hessen verliefen die Verhandlungen glatt. Und selbst 
Württemberg zeigte sich entgegenkommend. Dagegen war es nun 
wiederum Bayern, das sich nicht fügen wollte: es verlangte 
vholle Selbständigkeit seiner auswärtigen Beziehungen und seines 
Heerwesens. Darüber stellten sich denn aber auch in Stutt⸗ 
gart wieder aus bekannten Gründen Bedenken ein; und am 
11. November erhielt man Nachrichten, wonach es schien, als 
werde König Karl schon gemachte Zugeständnisse wieder zurück⸗ 
ziehen. 
Da kam Hilfe von München, von König Ludwig. Der 
König war über den langsamen Fortschritt der Verhandlungen 
in Versailles unruhig geworden; vor allem begriff er nicht, wie 
nan mit Baden, Hessen, Württemberg früher verhandeln könne 
als mit ihm. Es war eine Frage, die ihn derart bewegte, daß 
es schien, als wenn er abdanken wolle. Allein das war eine 
oorübergehende Laune; dominierend blieb der Wunsch, an den 
Verhandlungen in einer Bayerns würdigen Weise an erster 
Stelle teilzunehmen. Dies war nun die seelische Disposition, 
die es erlaubte, dem Könige den Gedanken nahezulegen, seiner⸗ 
seits, als Führer der deutschen Fürsten und freien Städte,
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1909.
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