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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs

Full text

598 Fünfundzwanzigstes Buch. Viertes Kapitel. 
zugehen. Zunächst nahm der Reichstag am 28. März 1877, 
gegen den Widerstand der reichsländischen Protestler und Kleri— 
kalen, die Kompetenzerweiterung des Landesausschusses an, wie 
sie im Frühjahr 1876 vorgeschlagen worden war. Wenige 
Jahre darauf aber geschah ein weiterer Schritt. Ein Antrag 
des elsässischen Abgeordneten Schneegans, Elsaß-Lothringen eine 
selbständige, im Lande befindliche Regierung zu geben, wurde 
vom Reichstag am 27. März 1879 einstimmig gutgeheißen. 
Und hierauf legte der Reichskanzler am 14. Mai 1879 dem 
Bundesrat einen Gesetzentwurf vor, der diesem Antrag im 
weitesten Sinne nachkam, und der vom Reichstag, wiederum 
gegen die reichsländischen Protestler und Klerikalen, doch mit 
Zustimmung des deutschen Zentrums, angenommen wurde. Da— 
nach wurde das Berliner Reichskanzleramt für Elsaß⸗Lothringen 
sowie das Oberpräsidium in Straßburg aufgehoben und statt 
dessen ein Statthalteramt in Straßburg eingerichtet. Dieses 
erhielt die bisher dem Reichskanzler obliegende Verantwortlich— 
keit und unter sich ein Ministerium mit einem Staatssekretär 
und einer Anzahl von Unterstaatssekretären als Vorständen. 
Ferner wurde zur Beratung der Regierung ein Staatsrat ge— 
bildet, der aus dem Staatssekretär, den Unterstaatssekretären, 
dem Oberlandesgerichtspräsidenten und dem Generalstaatsanwalt 
bestehen sollte sowie aus acht vom Kaiser ernannten Mitgliedern, 
von denen je einer dem Richterstand und den ordentlichen Pro⸗ 
fessoren der Universität Straßburg angehören mußte, während 
drei dem Kaiser vom Landesausschuß vorzuschlagen waren. 
Zweitens aber wurde der Landesausschuß auf achtundfünfzig 
Mitglieder erweitert und durch ein wohlgegliedertes Wahl— 
system zu einer Repräsentation der führenden Gesellschafts⸗ 
schichten des Landes umgeschaffen. 
Es ist die Verfassung, die in ihren Grundzügen noch heute 
besteht, und unter der Elsaß-Lothringen sich konsequent weiter 
zu blühenden inneren Verhältnissen entwickelt hat. 
Unsere Erzählung verfolgt von diesem Momente ab die 
Schicksale Elsaß-Lothringens im Reiche nicht weiter. Waren sie 
bis zum Beginn der achtziger Jahre für ein deutsches Land
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1909.
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