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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs

Full text

Urlprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs. 6s7 
lischen Gemeinden, das vom 27. Januar 1875 ab im Landtag 
beraten und am 20. Juni 1875 veröffentlicht wurde. Darin 
war bestimmt, daß die Vermögensverwaltung einem Kirchen⸗ 
vorstande von vier bis zwölf Mitgliedern zumeist doch aus dem 
Kreise der Laien übergeben werden sollte; dabei sollte dieser 
Vorstand bei besonders einschneidenden Beschlüssen an die Zu— 
stimmung einer Gemeindevertretung von höchstens vierzig Mit— 
gliedern gebunden sein. 
Vom Vorsitz in beiden Körperschaften wurde der Pfarrer 
ausgeschlossen. Dagegen sollte ein bischöfliches Aufsichtsrecht 
in Kraft treten, sobald die Bischöfe in einer dem Staat ge— 
nehmen Weise normal ihres Amtes walteten. Solange indes 
die bischöflichen Behörden sich weigern würden, dem neuen Gesetze 
Gehorsam zu leisten, oder solange die bischöflichen Amter nicht 
in gesetzlicher Weise verwaltet oder besetzt sein würden, sollten 
diese Aufsichtsrechte an den Staat übergehen. 
Die Tendenz dieses Gesetzes war klar: es stärkte wenigstens 
für die kirchliche Vermögensverwaltung die schwach gewordenen 
Regungen des katholischen Kirchengemeindelebens gegenüber dem 
Ubergewicht der Pfarrer; und es entzog die Aufsicht über die 
niedere kirchliche Vermögensverwaltung allen Bischöfen, die sich 
nicht wenigstens diesem Staatsgesetze fügten: stellte mithin die 
Bischöfe vor die Wahl, entweder ihr bisheriges Non possumus 
gegenüber dem Staate mindestens in einem Punkte aufzugeben 
sder aber den Einfluß auf einen außerordentlich großen Teil 
der kirchlichen Vermögensverwaltung zu verlieren. 
Und da ergab sich denn, daß die Bischöfe, wenn auch unter 
heftigen Protestkundgebungen, nachgaben. Bis zum 28. Juli 1875 
hatten zuerst der Fürstbischof von Breslau, dann die anderen 
Bischöfe und bischöflichen Verwaltungen die Bereitwilligkeit 
zum Gehorsam gegenüber diesem Gesetze ausgesprochen. Damit 
war die starre Linie des bisherigen Verhaltens gebrochen, und 
so ließ sich auch sonst eine Verständigung erhoffen, zumal inner⸗ 
halb der Zentrumspartei die konservativen Kräfte unter Führung 
Windthorfts gegenüber den radikalen Elementen mehr Raum 
gewannen und auch in Rom eine wichtige Veränderung eintrat.
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1909.
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