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Grundzüge der Theorie der Statistik

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Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Theorie der Statistik

Multivolume work

Identifikator:
1892063557
Document type:
Multivolume work
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Deutsche Geschichte
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Gaertner
Year of publication:
1891-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1892073072
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-237292
Document type:
Volume
Author:
Lamprecht, Karl http://d-nb.info/gnd/118569015
Title:
Neueste Zeit
Volume count:
Abt. 3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Weidmann
Year of publication:
1909
Scope:
IX S., S. [361] - 749
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

II. Abschnitt. Spezielle Grundsätze des Gebührenwesens. 201 
und oft peinlich minutiöse, kleinliche Vorschriften mit Bezug auf 
den Gebrauch des Stempels voraus, wie z. B. wo dieselben anzu- 
bringen sind usw. Das Interesse des Fiskus erheischt es ferner, 
daß die Verkürzung des Fiskus, die Gebührenübertretung bestraft 
werde. Das sind lauter Momente ja Nachteile, die bei der Bar- 
zahlung wegfallen. Manchmal geht die Strenge des Gesetzes so 
weit, daß der die Gebührenordnung Verletzende nicht nur materiell 
bestraft wird, sondern überhaupt der betreffende Rechtsakt ungültig 
erklärt wird, wodurch die Wirkung der finanziellen Verfügung auf 
ein ganz abliegendes Gebiet, z. B. auf das Gebiet des Privatrechtes 
übertragen wird. Und doch ist ja der Grund der Verletzung des 
finanziellen Interesses des Staates oft bloß Unwissenheit, Vergeß- 
lichkeit. Zu den Nachteilen der Zahlung in Stempelform gehört 
ferner, daß der Stempel als selbständiges Wertzeichen seiner Klein- 
heit wegen oft in Verlust gerät, vernichtet wird, was gleichfalls 
nutzlose Opfer verursacht. Größere Unternehmungen, Advokatur- 
kanzleien müssen größere Vorräte halten, was an Interkalarzinsen 
Verluste verursacht. Aus all dem ist ersichtlich, daß die Stempel- 
zahlung nicht nur Vorteile besitzt und vielleicht der besseren Er- 
kenntnis der Nachteile ist es zuzuschreiben, daß in neuerer Zeit 
die Freunde der Barzahlung zunehmen. 
Nach einer ziemlich allgemein akzeptierten Ansicht wurde der 
Stempel in den Niederlanden erfunden, wo zur Entdeckung einer 
neuen Steuer eine Preisfrage ausgeschrieben wurde. Von dort fand 
er sehr bald weitere Verbreitung. Bezüglich Ungarns erzählt Hor- 
nyik”), daß in Ofen von jeder Quittung oder türkischem Brief 
die Zettel- oder Briefablösung gefordert wurde. Nach Widmer? 
entwickelte sich aus der Papiersteuer, die im Jahre 1675 eingeführt 
wurde, die Steuer des gestempelten Papiers, endlich aus diesem 
der‘ Stempel. Eigene Stempelämter wurden zur Stempelung des 
Papiers eingerichtet. 
6. Einhebung der Gebühren. Bezüglich des Verfahrens 
der Gebühreneinhebung ist noch folgendes zu bemerken. Die Organe 
der Gebühreneinhebung sind nicht immer finanzielle Organe, sondern 
alle jene Organe, welche die gebührenpflichtigen Amtshandlungen 
vollziehen. Das Subjekt der Gebühr ist derjenige, der die Amts- 
tätigkeit in Anspruch nimmt, der Gegenstand, die Amtshandlung, 
die der Gebührenzahlung unterliegt. Näher betrachtet, hängt der 
Gebührengegenstand entweder unmittelbar mit der Person zusammen, 
X Kecskemet väros türtenete (Geschichte der Stadt Kecskemäet), II, S. 180. 
°) Zur Geschichte des Stempel- und Gebührenwesens in Österreich (Zeit- 
schrift für Verwaltung und Sozialpolitik, VI. Bd.).
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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