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Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

Multivolume work

Identifikator:
1895264332
Document type:
Multivolume work
Author:
Myers, Gustavus
Title:
Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1916 -
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1895266750
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-242184
Document type:
Volume
Author:
Myers, Gustavus http://d-nb.info/gnd/10190651X
Title:
Geschichte der großen amerikanischen Vermögen
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1916
Scope:
XL, 412 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil: Die grossen Landvermögen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

III. Abschnitt. Geschichte des Staatskredites. RA 
Staatskredits, die 3 prozentige steht auf 47! Der Weltkrieg schlug 
dem englischen Staatskredit wieder empfindliche Wunden. Die 
Aufnahme innerer Anleihen zeigt keinen günstigen Erfolg; England 
muß in Amerika gegen amerikanische Schuldtitres Anlehen auf- 
nehmen, Gold exportieren, der Dollar tritt als feste Währung an 
die Stelle des unerschütterlich geglaubten Sovereign und der eng- 
lische Wechsel zeigt ein Disagio, das zeitweilig um 8 Prozent 
schwankt. 
Das kolossale Steigen der englischen Staatsschuld vor dem 
Weltkriege bringt Bastable namentlich mit folgenden Umständen 
in Verbindung: a) Furcht vor zu drückender Besteuerung; b) falscher 
Glaube an die Wundertätigkeit des Tilgungsfonds; c) unrichtiges 
Verfahren der Schuldaufnahme, wonach ein größeres Kapital ver- 
sprochen wurde, als eingezahlt wurde. Lange Zeit hindurch zeigt 
die englische Staatsschuld kein Steigen und durch Konversionen 
werden öfters Erleichterungen geboten. Die umfassendste Maßregel 
in letzterer Beziehung war die von Göschen durchgeführte Kon- 
' version (1888), welche die Zinsen einer Schuld von 558 Millionen 
Pfund auf 2%, Prozent reduzierte, in weiteren 20 Jahren auf 
2*/, Prozent. Diese Konversion hatte aber auch ihre Nachteile, 
wovon wir an anderer Stelle sprechen. 
Wie wir sehen, ‚sö ist der größte Teil der englischen Staats- 
schuld auf die Kosten der von England geführten Kriege zurück- 
zuführen, die freilich größtenteils der englischen Kolonial- und 
Handelsweltmacht dienten. Doch kommen auch produktive Ver- 
wendungen vor. Eine solche war der Erwerb der Suezkanalaktien 
(1875). England bezahlte für die im Besitz des Khedive befindlichen 
176602 Stück Aktien 3976600 Pfund Sterling, außerdem dem 
Hause Rothschild, das die Transaktion durchführte, für die Frist 
von 1 bis 2 Monaten, bis das Parlament die Transaktion guthieß, 
99000 Pfund. Der Wert der Aktien stieg später auf über 
26 Millionen. Hier wurde eine höchst produktive Investition durch- 
geführt, abgesehen von dem großen politischen Vorteil, den der 
Besitz der Aktien bot. 
2. Frankreich. Der französische Staatskredit macht am 
Ende des XVIIL Jahrhunderts unter der Revolution schwere 
Katastrophen durch, welche ganz und gar den Charakter des Staats- 
bankrottes besaßen. Dies hatte andererseits zur Folge, daß Frank- 
reich gewissermaßen erleichtert ins XIX. Jahrhundert eintritt, ohne 
daß die Staatsschuld den Staatshaushalt wesentlich bedrückte. Der 
Fall des Napoleonischen Regimes spiegelt sich im Staatsschulden- 
wesen wider, aber Strenge und Ehrlichkeit tüchtiger Finanzminister 
597
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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