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Lage und Entwicklung der landwirtschaftlichen Grossbetriebe in den östlichen Landesteilen

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Bibliographic data

fullscreen: Lage und Entwicklung der landwirtschaftlichen Grossbetriebe in den östlichen Landesteilen

Multivolume work

Identifikator:
1896405266
Document type:
Multivolume work
Title:
J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910-1911
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896405800
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236545
Document type:
Volume
Title:
Recht der Schuldverhältnisse
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910
Scope:
924 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

Zu Kap. VI. Der Kapitalzins. 
versicherung hat denselben Charakter. Die ganze moderne Sozialver- 
sicherung ist eine erzzwungene Ersparnis von relativ guten Einkommen 
zur Deckung der notwendigen Bedürfnisse in Zeiten des Mangels. Die 
umgekehrte Wirtschaftsrichtung, wobei also eine Konsumtion über das 
Einkommen hinaus später bezahlt werden soll, hat aber auch bedeutende 
Vertreter. Wir brauchen hier nicht nur an eine leichtsinnige Verschwen- 
dung geliehenen Geldes seitens junger Leute mit guten Aussichten zu 
denken. Die Ausbildung der Jugend stellt eine sehr allgemeine, aber 
sehr berechtigte Überkonsumtion dar, welche durch Ersparnisse später 
zurückgezahlt werden kann. Die Staaten, die für laufende Ausgaben 
Anleihen aufnehmen, sind die Repräsentanten einer Überkonsumtion 
großen Stils. Man könnte meinen, daß die Staaten durch Erhöhung 
der Steuern dieselben Ausgaben hätten machen können. Dies ist aber 
oft sehr zweifelhaft. Wenn Anleihen nicht zu haben gewesen wären, 
wären wahrscheinlich die Ausgaben des Staates wesentlich beschränkt 
worden oder jedenfalls die Ausgaben seiner durch höhere Steuern 
gedrückten Bevölkerung kleiner gewesen. Die Deckung von laufen- 
den Ausgaben durch Aufnahme von Staatsanleihen erhöht also ohne 
Zweifel die Konsumtion, vermindert folglich die Ersparnisse der Ge- 
samtwirtschaft, wirkt also wesentlich in derselben Weise wie die 
Überkonsumtion irgendeiner Privatwirtschaft. Die Rückzahlung 
solcher Staatsanleihen beschränkt natürlich die Konsumtionskraft der 
Steuerzahler, stellt aber gleichzeitig Mittel zu neuer realer Kapital- 
bildung frei. 
Der allgemeinste Beweggrund zum Sparen ist ohne Zweifel das 
Gefühl der Notwendigkeit für die Zukunft zu sorgen. Für die reine 
Konsumtionswirtschaft muß es als wünschenswert erscheinen, für 
Zeiten, da die Einkommensquellen versiegen, Mittel zur Deckung der 
gewöhnlichen oder wenigstens der notwendigsten Ausgaben zurück- 
zulegen. Dabei muß nicht nur im allgemeinen die Unsicherheit des 
wirtschaftlichen Lebens berücksichtigt werden, sondern speziell auch 
für das Alter und in gewissem Umfang auch für die Hinterlassenen ge- 
sorgt werden. Diese Lust zum Sparen, um für die Zukunft zu sorgen, 
ist aber notwendig begrenzt. Eine durch verstärkte Fürsorge für die 
Zukunft erliöhte Sparsamkeit der modernen Gesellschaft ist wesentlich 
nur insofern zu erwarten, als die Spargewohnheiten der oberen Klassen 
auch in den unteren Verbreitung finden. Dies ist aber sicher ein 
sehr langsamer Prozeß. Lange noch wird wahrscheinlich jede Er- 
höhung der Einkommen der unteren Klassen zum weitaus größten 
Teil einer sehr dringlichen Verbesserung der Lebenshaltung gewidmet 
werden. 
Außer dieser rein persönlichen Fürsorge für die Zukunft, die die 
Konsumtionswirtschaften zu Ersparnissen veranlaßt, gibt es aber auch 
eine Fürsorge für den Bestand des produktiven Betriebs, des Unter- 
714
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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