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Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896405266
Document type:
Multivolume work
Title:
J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910-1911
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896405800
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236545
Document type:
Volume
Title:
Recht der Schuldverhältnisse
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Schweitzer
Year of publication:
1910
Scope:
924 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
  • Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann

Full text

380 
VII. Abidhnitt: Einzelne Schuldverhältnifje. 
_ An der bloßen Tatfadhe der Räumung einer Mietwohnung Kegt ohne 
weiteres noch nicht eine Kündigung: aus der Ablieferung der Schlüfjel Kann aber 3 DB. 
auf den Willen des Mieters, die Wohnung aufzugeben, gefchloften werben, vgl. DL®G. 
Braunfhmweig Ripr. d. OLG. Bd. 18 S. 12, Recht 1909 ir. 452. 
2, Sinzelbeiten : 
a) Eine beftimmte Form für die Kündigung fhreibt das Gefeß nicht vor, Nur 
nuß der beftimmte Kündigungswille aus ihr Har hervorgehen (eine allge- 
meine KRedensart genügt nicht). , 
x) Sit eine  eittmmte Sorm vertragsmäß ig vereinbart, fo ift Diele 
natürlich einzuhalten, Wenn aber dieje Form nicht beobachtet wurde 
und die formlofe Kündigung glei angenommen wurde, fo wird 
die Kündigung doch rechtSwirkjamı (f. S 144). 
— . Wurde Kündigung durch eingefhriebenen Brief vereinbart, 19 
ft die durch gewöhnlidhen Brief des Kündigenden erfolgte Kündigung 
troßdem gültig, wenn der andere Teil Ce von der Kündigung 
Tenntnis erhielt, vgl. BI. f. N. i. Dez. 5. Rammerger. 1906 ©. 77. 
Wenn keine Vertragsabrede über die Horm befteht, Kann die Kündigung 
in beliebiger Form erfolgen, mündlich oder IcOriftlich, durch Briel, 
Telegramm oder durch Zelephon, auch durch (minderjährigen) Boten 2. 
yurch Zuftellung eineS KündigungsichreibenS unter Vermittlung Des 
Yerichtavollzieher3 (SS 167 ff. ZVBO.) oder auch — bei Mae den 
der Perfon oder des Aufenthalts dejlen, dem gekündigt werden fol — 
sur öffentliche Bultellung S 132 BOSG., 58 204 ff, ZPO. 
Jeber Ründigung durch ea der NMänmungsSflage val. unten 
Sn und vgl. au oben in Bem. 1 und ROGE, Yur. Wicdhr. 1908 
S, . 
Heber Kündigung durh Konkludente Gandlungen vgl. Kipr. 
d. DLG. (Königsberg) Bd. 5 S. 141. 
Wegen der Beweislaft f. unten Bem. 2, £. 
Eine Ne Frage liegt darin, ob auch eine bedingte Kündigung {tatt- 
haft it? (Bol. über die verfdhiedenen Unfichten WM. IL, 413, Seland Vor- 
bem. 1 vor $ 158, Bem. 2, Dertmann A 8 564, Cojac I & 61 unter V, 
Brückner S, 126 mit Anm. 1, Suld S, 154, Fränkel S. 62, Mittelftein 
3, 312 fi Niendorf S. 282, mmermahr, Kündigung S. 80 ff., Ziele, 
Archiv F. Dd. 3zibilift. Praxis Bd. 89 S. 147, Gellmann, Vorträge S. 158, 
Srome, Syltem Bd. 1 S. 438, Kehbein, Komm. S. 228, Leonhard in Sherings 
Xahrb. Bd. 41 S. 62 ff, Endemann I 876 Anm. 12, a 
‚eindliche Rechtsgefchäfte S. 130 ff, Heymann, Krit. Vierteljihr. Bd. 43 
S, 5938, Qotmar, Arbeitsvertrag S. 575, Lehmann-KRing zu 8 66 Ve 
X. 4 und Staub hiezu Anm. 10) Im Anfchluß an die in Bd. I iefe8 
Kommentar8 S. 528 enthaltenen eingehenden Ausführungen {ft zu betonen, 
aß daß Geleß jelbit von einer Wirkumgslofigkeit einer bedingten Kündigung 
ticht3 enthält und daß anderfeits der Natur der Kündigung Feineswegs in 
ılen Fällen die Hinzufügung einer Bedingung widerfpriht. Bor allem find 
5aher (in Nebereinftimmung mit Thiele a. a. DO.) die fog. otejtativ- 
bedingungen gl. hiezu Bd. I diefes Kommentar8 a. a. DO.) zuzulafien, da hier 
der andere Teil jelbit in der Lage ift, die Bedingune N zu erfüllen 
und fobin von einer Unflarbeit oder Ungewißbeit ut die NMede fein kann 
‘al. au ROES. bei Bolze Bd. 22 Nr. 264 und Seuff. Arch. Bd. 57 
Nr. 60). Man wird aber weiter eine bedingte a dann für 
%atthaft halten müflen, wenn der Erkflärungsgegner in die Bedingtheit ein 
milligt, was regelmäßig. fcbon dann anzunehmen jind wird, wenn er die 
jedingte Kündigungserflärung nicht zurücdweift. 
Eine verfrühte Kündigung, D. P eine Kündigung, melde eine längere 
Sriit al8 notwendig Heläßt, muß zuläffig fein, zumal fie ja im Intereite 
beider Teile liegt Culd ©. 150). Bol. biezu au Bem. V, d zu 5 565. 
. Wurde die indigungs Fr if zu kurz genommen, {0 wirkt die Küns 
yigung für den Ablauf der rechtmäßigen A vom 4 der 
Kündigung ab gerechnet (vgl. Sotmar, Der Arbeitsvertrag S. 569 ff, ab- 
weidhenDd Shzittelftein S. 322). en N 
. Schwieriger ift die Frage, ob und inwieweit eine verfyätete Kün- 
digung von Wirkfamfkeit A 5. 9. ob bieje ee ic auf den de 
jolgenden zuläjfigen Kündigungstermin zu bezieben it, obne daß e8 
ner neuerlichen Kündigung bedarf (daß {ie für den vorliegenden Fall 
a)
	        

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Recht Der Schuldverhältnisse. Schweitzer, 1910.
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